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U.S.A. Begegnungsreise 2014

USA Jugendbegegnungsreise 2014 San Francisco / Denver,

Unsere Flugnummern: Denver - Frankfurt: LH447 / Frankfurt - Berlin: LH184, vorrausichtliche Ankunft, Sonntag 27.4.2014 um 13.55 Uhr.

Sad but True: our Farewllparty! Thanks to all of our host families to make these great experience happen!

Einer der aufregendsten Tage: Führung durch das Headquarter der Rocky Mountains Safe Streets Task Force des FBI, Treffen mit der Youth Commission Denver und das Highlight:

Meet and Greet mit der 85, Virgil Green TightEnd der Denver Broncos! Danach konnten wir den Abend nur noch mit einem atemberaubenden Blick auf Denver bei Nacht aus den Redrocks ausklingen lassen.

 

Weather und Science Day @ CoorsField der Colorado Rockies...der krönende Abschluß des Tages: die Rockies haben gegen die San Francisco Giants gewonnen!

Bevor wir am Samstag vom Denver International Airport DIA die Rückreise antreten müssen, erwartete uns heute eine absolute Special-Tour:

Vom Terminal ging es mit einem Bus Kreuz und Quer über Runways und Taxiways bis direkt zum Ramptower wo wir ausnahmsweise sogar hinauf durften um uns erklären zu lassen, wie die Abläufe auf einem Flughafen von statten gehen. Und nicht nur Fliegen kann man vom DIA, auch Kunstinteressierte kommen auf dem Flughafen nicht zu kurz.

Die zweite Woche startete mit einer guten Tasse Tee, bei Celestional Seasonings. Was ist eigentlich Wetter und wie entsteht es?

Diese Fragen wurden uns im einmaligen National Center for Atmospheric Research beantwortet.

Aber nicht nur Europäer hinterließen hier ihre Fußabdrücke: lange vor unserer Zeit wanderten hier Dinosaurier durch die Landschaft und ihre Spuren kann man heute noch entdecken.

Deutsche waren die Vorfahren von Alvin Mosch - Eigentümer der berühmten Phoenix Goldmine und Buchautor - und jedes Jahr kommt er extra für uns zu seiner Mine hoch oben in den Bergen bei Idaho Springs und erzählt uns interessantes aus dem harten Leben der ersten Siedler und wie eine Goldmine funktionert.

Der erste Tag in Denver war sonnig und interessant: wir waren LIVE in der Mittagsnachrichtensendung bei CBS 4 Denver mit Anchorwoman Britt Moreno.

Warum Denver auch die Mile High City genannt wird, wurde uns im Colorado State Capitol ausführlich erklärt.

Abends lernten wir uns alle bei derWelcomeparty kennen

In Denver wurden wir herzlich am Flughafen von unseren Gastfamilien empfangen

Last Day San Francisco: Alcatraz und Freizeit... und natürlich das legendäre Farewell San Francisco Dinner @ Victors Pizza

Der Sonntag machte seinem Namen alle Ehre: Sonne satt, ideal um mit dem Auto die Bay Area besser kennen zu lernen.

Alamo Square - Twin Peaks - Pacific - Golden Gate Bridge - Muir Woods -DAS Golden Gate - BayBridgeNightview

 

Am zweiten Tag wurden wir mit herrlichem Sonnenschein begrüßt und nutzen das schöne Wetter um die Straßen von San Francisco zu erkunden. Ein interessanter Stop war natürlich der Eingang zu Chinatown.

 

Bevor wir in den neuen Tag starten, erreichte uns ein Artikel aus der Paperpress:

Der erste Tag liegt hinter uns. Der Flug war lang aber es hat sich gelohnt. San Francisco hat uns freudig empfangen und nach einem kurzen Zwischenstop im Hotel ging es auch sofort los: Stadt erkunden, erst mit der berühmten CableCar, dann per Pedes die Piers entlang bis zum Pier 39 ( mit der legendären Gefängnisinsel Alcatraz im Hintergrund ) um wieder mit der CableCar zum Abendessen in einem typischen Amrerikanischen Diner zu gelangen.

Los gehts...

Anmeldeformular als PDF zum Durchlesen, Ausdrucken und Ausfüllen

 

Impressionen der Reise 2012

Hier veröffentlichen wir eine Reisezusammenfassung mit freundlicher Genehmigung von Ed Koch ( paperpress.org ).

Bitte dazu nur HIER klicken.

Gut gelandet in Frankfurt. Warten auf den Weiterflug mit LH 184, Ankunft in Tegel Gate A08, 15.15 Uhr

Ein letzter schöner Eindruck: Denver Area by night aus dem RedRock Amphitheater.

Ein sportliches Highlight: Colorado Rockies vs. San Francisco Giants. Leider 2:4 verloren.

Hoch in den Bergen: die Phoenix Goldmine

Wandern in den Rocky Mountains ( Lunchbreak )

Der Besuch beim FBI hat uns überzeugt: wir sind hier sehr sicher!

Besuch der Columbine Highschool.

Nach einem wundervollem Osterwochenende starteten wir mit der Besichtung der Teefabrik Celestional Seasonings, gefolgt von einem interessanten Aufenthalt bei NCAR

Letzter Termin der ersten Woche: Very-Special Tour über DIA ( Denver Int. Airport ) mit Besichtigung des Towers und der Schneeräumfahrzeuge, die wir hoffentlich nicht im Einsatz sehen werden.

Und wo wir schoneinmal in Downtown Denver sind... Studiobesuch von CBS 4 Denver mit Anchorman Doug Hoffacker

Das Highlight: Meet & Greet mit Mayor Hancock

Brief von unserem Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit an den Bürgermeister von Denver, Michael B. Hancock

Verschnaufpause. Zum Wetter: Ab jetzt nur noch Sonne und angenehme Midtwenties.

Führung durch das Colorado State Capitol.

Nach Ideen- und Wissensaustausch mit Nancy Gilder und Davi ein gemeinsames Bild.

Meeting mit der Youth Commission Denver.

Herzlichen Glückwunsch! Diana ist unsere 500. Teilnehmer(in)!

Warm Welcome by our host families ( Thanks to all of you! )

Angekommen in Colorado. Schnee und Nebel. Kalte 8° C...

Farewellparty in San Francisco, The Front Room. Was übrig blieb, wurde

direkt an Bedürftige im Doggybag weitergegeben.

Downtown und Baybridge aus anderer Perspektive. Die Sonne lacht.

"Freiwilliger" Besuch auf "the rock" ( mit Rückkehr nach San Francisco... )

Im Namen der ganzen Gruppe: Hallo aus San Francisco!

Wandern durch die Muir Woods.

Call it Springbreak ;)

Halbzeit auf der Golden Gate Bridge: nur noch weitere 25 Minuten sind zu meistern um ans andere Ufer zu gelangen.

"Anbaden" im Pazifik.

Sonntag morgens um zehn am Alamo Square. Sonnencreme und Sonnenschein.

Lunchtime.

Nach morgendlichem Regen: Shopping und Sightseeing durch den Golden Gate Park bei strahlendem Sonnenschein.

Guten Morgen aus San Francisco. Es regnet. Auch wenn unsere Zeit knapp und kostbar ist, danke fürs Lob ;)

Guten Appetit. Es war ein langer und aufregender Tag, um 20 Uhr war jeder in seinem Zimmer. Gute Nacht.

Bestellt ist schon, fehlt nur noch die richtige Musik...Johnny Cash!

Endlich da. Best Burger in Town.

Aufwärts, der Burger will verdient sein.

Chinatown.

Beeindruckend.

Starting Sightseeing Downtown. Union Square.

Also the luggage. Now we walk around downtown.

Arrived at SFO, safe, happy and tired.

Flug FRA - SFO

Aufbruchstimmung um kurz nach 5°° Uhr:

 

 

 

Impressionen der Reise 2011

Hier veröffentlichen wir eine Reisezusammenfassung mit freundlicher Genehmigung von Ed Koch ( paperpress.org ).

Bitte dazu nur HIER klicken.

Als letzten Gruß unserer Reisegruppe ein Gemeinschaftslächeln vor der Überquerung der berühmten Golden Gate Bridge.

Und auf dem Weg nach Alcatraz... keine Sorge, es mußte niemand dort bleiben.

Nach dem traurigen Abschied sind dennoch alle gut in San Francisco angekommen. Hier an der Lombard Street.

Zwischendurch ein Artikel in der Berliner Woche.

So schwer es auch fällt, nach zehn Tagen bei unseren US Amerikanischen Freunden muß Abschied genommen werden: Die Farewellparty.

Alle waren so interessiert, das es auch gleich in die Verlängerung ging: 2ter Teil NCAR

Besuch beim NCAR

Heute hatte unsere Reisegruppe eine Tour auf dem Denver International Airport. Rechts am Bildrand unser langjähriger Partner Dan vom DIA, der die Tour über das Rollfeld ermöglicht hat. Wer nachzählt stellt fest, dass eine Teilnehmerin fehlt. Sie war mit ihrer Gastfamilie unterwegs. Kein Grund also zur Panik.

Bei strahlendem Sonnenschein besuchte die Gruppe das Colorado State Capitol und erfuhren interessante Geschichten über Denver und Colorado.

Das Traditionelle Family-Foto bei der Welcome-Party, alle Teilnehmer mit Gastfamilien, auch Nancy und Steven Brooks sind wieder dabei.

"The Germans" grüßen die Heimat.

Am Rande der Welcome-Party: Chefgastmutter Marjorie und Ehemann Darryl Hudspeth mit Projektleiter und Vereinvorstand Bernd Puhlmann

Die Gruppe kurz vor dem Abflug nach Denver in Berlin-Tegel

 

Festschrift zu 25 Jahren Jugendbegegnungsreisen mit dem CPYE e.V.:

- Titelseite

- Seite 2 - 12

- Verlauf der Reisen

- Grußwort Frau Schöttler, Bezirksstadträtin Tempelhof-Schöneberg

- Danksagungen

25 Jahre Rocktreff Eine Erfolgsgeschichte... Artikel 1 / Artikel 2 / Artikel 3

28. Rocktreff war ein voller Erfolg...

Berichte:

USA Reise 2010

Allen hat es nicht nur Spaß gemacht, wir haben viel über unsere Freunde aus den Vereinigten Staaten von Amerika gelernt und viele werden weiterhin in Kontakt mit ihren Amerikanischen Freunden bleiben.

An dieser Stelle noch einmal:

VIELEN DANK FÜR DIE GASTFREUNDSCHAFT!!!

Gruppenfotos:

vorerst nur als Eindrücke:

Schön aber Traurig, oder wie die Amis gerne sagen: Sad but True: die Farewell Party..

bei den Wetterfröschen von CBS 4 Denver...

Am Grab von Buffalo Bill...

Boulder, NCAR (National Center for Athmospheric Research)...

vor der Teefabrik Celestional Seasonings ( ohne Haarnetz geht es nicht...)...

Phoenix Goldmine ei Colorado Springs...

auf den Stufen des Colorado Capitol, The 1 Mile High City...

kein "One-Way-Ticket" nach Alcatraz...

San Francisco und Golden Gate Bridge in der Abenddämmerung...

Gruppenfoto Bay - Skyline, San Francisco

Gruppenfoto Golden Gate Bridge, San Francisco

Gruppenfoto Alamo Square, San Francisco

Gruppenfoto Lombardstreet, San Francisco.

Gruppenfoto vor dem Abflug Berlin-Tegel

 

U.S.A. Begegnungsreise 2009

Pressemitteilung zu unserer USA Jugendbegegnungsreise 2009

Wir freuen uns, das alle unsere Teilnehmer inklusive unserer Projektleiter Carola und Reiner wohlbehalten am 19.April, diesmal pünktlich, in Berlin gelandet sind.

Herzlich Willkommen zurück!

Die letzten Bilder aus San Francisco: nachdem die Weltberühmte Golden Gate Bridge zu Fuß bezwungen werden mußte, ging es mit einem Van weiter in die Muir Woods, ein Park mit Bäumen die mehr als 79m Höhe und ein Alter von bis zu 1100 Jahren erreichen. Zum Schluß gab es noch einen Stop in Sausalito, einem Fischerdorf an der Bay, welches sich einst die Hippies zu eigen machten.

Das Gruppenbild wurde auf dem Telegraph Hill am Coit Tower aufgenommen. Links ist Alcatraz zu sehen. Auf dem Foto mit dem Cable Car ist ebenfalls Alcatraz zu sehen. Leider war die Sonne sehr gleissend, so dass die Hintergründe sehr hell sind. Die Alcatraz-Tour war sehr eindrucksvoll. Auf der Rückfahrt ist die mächtige Skyline von San Francisco zu bestaunen.

Auch auf Weltreisen kann es zu kleinen Pannen kommen... nach ungeplanten Zwischenstopps in Las Vegas und in Los Angeles ist unsere Gruppe wohlbehalten am Dienstagabend in San Francisco gelandet. Bei Sonnenschein und angenehmen 16° Celsius werden unsere Teilnehmer interessante Tage in der schönen Stadt an der Westküste der USA verbringen, bevor sie dann am Sonntag um 12.50 Uhr (Flug LH 178) in Berlin-Tegel wieder ankommen werden.

Die Gruppe beim Besuch des Denver International Airport.

Am Dienstagnachmittag war unsere Gruppe im National Center for Atmoshperic Research in Boulder: Gruppenbild (ohne Benjamin, der an diesem Tag den ganzen Tag in der Highschool verbracht hat) und dazugehörige Aussenansicht. Wie man sehen kann, bei strahlend blauem Himmel. Und gelernt haben Sie auch noch was.

Mittwoch stand der Besuch der Phoenix Goldmine an, sie gehört Al, dessen Großvater aus Deutschland ausgewandert war und sich einen Claim absteckte. Hier erfuhr die Gruppe einiges über den Wilden Westen und das Goldfieber um 1800. Veranschaulicht wurden die Erzählungen von Al, der sich viel Zeit für die deutschen Jugendlichen nahm, bei einem Besuch der historischen Wildwest Stadt Georgetown, nicht unweit der Mine.

Unsere Teilnehmer und die Gastfamilien bei der Welcomeparty im Ken-Caryl-Ranch-House

Die Gruppe 2009 noch am Flughafen Berlin-Tegel.

Unsere Jugendgruppe 2009 ist wohlbehalten in Denver nach fünfstündiger Verspätung angekommen und wird am Samstag nach dem traditionellen Welcome-Brunch auf der Ken-Caryl Ranch das erste Wochenende bei den Gastfamilien verbringen

Pressemitteilung

 

25. Rocktreff erfolgreich mit großem Feuerwerk über die Bühne gebracht

Infos und Bilder unter www.rocktreff.de

 

U.S.A. Begegnungsreise 2007

30.März bis 15.April 2007

New York und Denver

Ein kleiner Besuch in einem großen Land

If you haven't seen it, you wouldn't believe it

Als CPYE vor 15 Jahren die Jugendbegegnungsreisen übernahm, gehörte Ken Carly, ein Vorort von Colorados Hauptstadt Denver, zum ersten eigenen Projekt. Bei einer USA-Reise hatte man Zach Brooks, einen jungen Studenten kennen gelernt, der die Berliner zu sich nach Colorado einlud. Fünfzehn Jahre ist das her und 2007 fand nunmehr der sechzehnte Besuch am Fuße der Rocky Mountains statt. Inzwischen haben die Eltern von Zach, Steve und Nancy die Organisation in Ken Caryl übernommen.

Vierzehn Berliner und viele viele nette Familien aus Ken Caryl stellten sich bei der Welcome-Party Ende März zum Gruppenbild auf. Chefgastmutter Nancy Brooks erhielt in diesem Jahr ein äußerst trendiges Gastgeschenk. Na, was wohl? Natürlich: einen Plüsch-Knut!

Sinn der Reise über den Großen Teich ist es natürlich, dass die Jugendlichen aus Berlin den American Way of Life hautnah kennen lernen. Und wo geht das besser, als in Gastfamilien, die ihr Haus, ihr Herz und ihren Kühlschrank für die Besucher aus Berlin öffnen. Der Bildungsanteil darf bei so einer Reise nicht zu kurz kommen, so stehen zahlreiche Besuche und Gespräche auf dem Programm. Seit Jahren nimmt sich der im Ruhestand befindliche Ed Zeit für seine Freunde aus Berlin, um ihnen das Capitol zu zeigen. Denver ist schließlich Hauptstadt von Colorado und somit Sitz des Gouverneurs. Das Capitol ist ein imposantes Gebäude mit goldenem Dach, das schon von Ferne in der Sonne leuchtet.

Und Sonne gibt es viel in Colorado. Die Stadt liegt eine Meile über dem Meeresspiegel, die Luft ist hier sehr dünn, nicht jedermanns Sache. Das Wetter ist unberechenbar. Plötzlich schneit es und verhüllt die Rockys und das Tal, in dem Denver liegt, mit einer weißen Decke. Schon einen Tag später ist die weiße Pracht vollständig verschwunden, nur die Straßenoberfläche dampft noch. Denver ist eine gemütliche Stadt mit einem sauberen und schönen Innenstadtbereich. Zwischen 2000 und 2006 hat die Bevölkerung um 10,5 Prozent (von 2.179.320 auf 2.408.750) zugenommen. Und das nicht, weil die Einwohner so fruchtbar sind, sondern weil viele neue Leute hinzuzogen, darunter auch nicht unwesentlich viele Menschen mit, wir würden sagen „Migrationshintergrund“.

Die Wohnverhältnisse in den Gastfamilien sind äußerst komfortabel. Die Berliner Jugendlichen fühlen sich wohl und sind dankbar dafür, dass sich ihre vorübergehenden Mütter, Väter und Geschwister so viel Zeit für sie nehmen. An zwei Wochenenden, so ein Teilnehmer, haben seine Gasteltern mehr mit ihm unternommen als seine eigenen Eltern mit ihm das ganze Jahr.

Und zu sehen gibt es viel in Denvers Umgebung. So zum Beispiel ein Amphitheater Mitten in den Rockys. Seit 1962 besteht es und gleich zwei Jahre nach der Eröffnung schauten mal die Beatles bei ihrer ersten USA-Tournee vorbei.

Etwas früher als die Beatles, vermutlich viele Millionen Jahre, tapsten ganz andere Zeitgenossen durch Denvers Berge. Dinosaurierspuren sind in den Felsen zu bewundern. Damit man sie besser sieht, etwas nachgefärbt. Ohne Frage eine besondere Touristenattraktion. Belive it, or belive it not!

Auf dem Lookoutmountain, was für ein treffender Name, befindet sich das Grab eines ganz großen Sohnes der USA. William Frederick Cody, genannt Buffalo Bill. Im Nachbarstaat Kansas aufgewachsen, führte ihn der Goldrausch nach Colorado. Seine Wildwestschau, mit der er durchs Land und die Welt tourte, brachte ihn sogar bis in die Karlsruher Südstadt. Noch heute müssen sich die Einwohner mit dem Spitznamen „Südstadtindianer“ herumplagen. Buffalo Bill verdankt seinen Namen nicht etwa dem Umstand, dass er ein besonderer Tierschützer war, der sich um die Büffel verdient gemacht hat, sondern allein der Tatsache, dass er diese Tiere abknallte, wie sie ihm vor die Flinte liefen.

Hunderte, wenn nicht Tausenden von Büffeln und Bisons sollen es gewesen sein, denen Mr. Cody das Licht auslöschte. Nun liegt er in dünnster Luft oben auf einem Berg und kann keinen Schaden mehr anrichten. Für die Touristen ist der Lookoutmountain natürlich ein Muss, vornehmlich aber wegen der tollen Aussicht. Bei klarem Wetter kann man die Skyline von Denver sehen.

Eine andere Skyline ist noch beeindruckender als die von Denver. Das Terminal des Denver International Airports ist einmalig auf der Welt. Das Dach erinnert an jenes im Olympischen Dorf in München. Hier soll es die Rocky Mountains symbolisieren.

Dan Melfi, der Pressechef des DIA, begrüßte die Berliner Gruppe im Pressezentrum des Flughafens. Am 31. März wurde eine zweite Direktverbindung nach Deutschland eingeweiht, neben der von Frankfurt nun auch nach München. Natürlich, wohin denn sonst? Von Berlin ist keine Rede. Dan Melfi organisierte eine besondere Rundfahrt für die Kids aus Berlin auf dem Flughafengelände, die nicht alle Tage stattfindet.

Kreuz und quer über die Runways des Flughafens, dessen Grundfläche zweimal so groß ist wie der New Yorker Bezirk Manhattan. Vorbei an startenden und landenden Maschinen, ein Blick hinter die Kulissen des zehntgrößten Airports der Welt.

Bürgermeister von Denver ist John W. Hickenlooper. Anfang Mai stand seine Wiederwahl an. Er ist sehr beliebt und sein Gegenkandidat hatte wenig Chancen. Hickenlooper wird also für weitere Jahre der Stadt erhalten bleiben. Über den Besuch aus Berlin freut er sich immer. Klaus Wowereit hat der Gruppe diesmal einen Bildband von Berlin mitgegeben und die folgende Widmung, die nicht übersetzt werden muss, hineingeschrieben: „Dear Mayor Hickenlooper, for now 15 years the Committee for the Promotion of Youth Exchange CPYE organizes youth exchange projects between Berlin and Denver. Over the years hundreds of young Berliners have been visiting Denver. Thanks to great hospitality of the volunteer host families the young people from Berlin will always have place to stay.” Und sicherlich wird einmal der Tag kommen, da führt Mayor Hickenlooper der Weg nach Berlin und er wird alles live erleben, was er jetzt schon in dem Bildband anschauen kann. Klaus Wowereit wird seinem Amtskollegen gern das Berliner Rathaus zeigen. Vielleicht gelingt es uns eines Tages, Klaus Wowereit mal mit nach Denver zu nehmen.

Nur zwei Minuten vom Rathaus entfernt, befindet sich ein Gebäude. Über dem Eingang steht auf einem Schild „Café Berlin“. Und man muss nicht lange suchen, um drinnen waschechte Berlinerinnen zu finden.

Eine davon ist die Chefin Sandra. Seit 18 Jahren ist sie hier und bietet Wiener Schnitzel und Deutsches Bier an. „Conserve Colorado Water – Drink German Beer“, heißt es auf einem Schild am Eingang. Wer könnte sich dieser Aufforderung entziehen. Ja, natürlich die Jugendlichen, die alle unter 21 Jahren sind und somit weit entfernt von einer Bierbestellung. Zum Mittagessen im Café Berlin schaute auch der Honorarkonsul der Bundesrepublik, Dr. Bernhard-Jürgen Bleise vorbei und das Ehepaar Jim und Amy Hecht, das vor zwei Jahren Berlin besuchte und von CPYE betreut wurde. Warmer Apfelstrudel zum Nachtisch. Der Besuch im Cafè Berlin war zweifelsohne der kulinarische Höhepunkt der Reise.

Wer isst nicht gern einmal etwas Süßes? Die Betonung liegt auf etwas. Hier schneidet Nancy Brooks die Torte an, die es traditionell bei der Farewellparty gibt. Jede Gastfamilie ist namentlich erwähnt. Den größten Platz nimmt aber die amerikanische Flagge ein. Das ist der Konditorei nicht auszureden. Von dieser Torte reicht ein ganz kleines Stückchen, um den Zuckervorrat für die nächsten Tage eingenommen zu haben.

Neben den vielen ernsthaften Programmpunkten, ist das Shoppen in den USA das Freizeitvergnügen schlechthin. Vermutlich sind deshalb die Geschäfte fast ständig offen, natürlich auch am Sonntag, und auch an Feiertagen kann man ungehindert sein Geld ausgeben. Der Wal-Mart hat sich in Berlin ja bereits wieder verabschiedet, in den USA sind die fußballfeldgroßen Einkaufszentren fast an jeder Ecke zu finden. Alle meckern über den Wal-Mart, weil er seine Mitarbeiter ebenso schäbig behandelt wie bezahlt, aber die Schlangen an den Kassen sind lang.

Während man sich hierzulande gern darüber erregt, dass von 6 Kassen bei EDEKA wieder nur zwei geöffnet sind, bestehen diese Probleme in den USA nicht. Von 34 Kassen bei Super-Target sind 34 Kassen geöffnet. Sicherlich sind die Personalkosten für 34 Kassen so hoch wie bei uns für 6, aber, es sind eben alle offen.

Die USA sind nicht nur das Land des Shoppens, sondern auch des Fernsehen. In fast jedem Restaurant laufen mehrere Fernsehgeräte, meistens mit langweiligen Sportübertragungen. Aber auch Nachrichtensendungen laufen rund um die Uhr. Und wer in den Umfragen vorne liegt, ist natürlich der News-Leader. In Denver ist dies Channell 9News, eine Station von NBC. Bereitwillig öffneten die Fernsehleute ihr Studio und ließen die Berliner Jugendlichen an ihrer halbstündigen Mittagsshow teilhaben. Selbst das Privatfernsehen scheut sich bei uns (noch) davor, Nachrichtensendungen mit Werbung zu unterbrechen, in den USA ist das üblich. Gleichzeitig ist man stolz auf seine Unabhängigkeit. Und wenn niemand mehr wirbt, wie unabhängig ist der Sender dann. Das war schon spannend zuzusehen, wie so eine Nachrichtensendung abläuft. Eigentlich unspektakulär. Im Fernsehen sieht alles viel bunter und bewegter aus. Die drei Moderatoren bestreiten das Frühstücksfernsehen.

Ken Caryl ist, wie erwähnt, ein Vorort von Denver. Postalisch gehört Ken Caryl zu Littleton. Und dieser Name hat eine traurige Bekanntheit. Als die CPYE-Gruppe 1999 aus Colorado zurückkehrte und am nächsten Tag die Nachrichten hörte, traute man seinen Ohren nicht. In der Columbine-High-School richteten zwei Schüler ein Massaker an, das 12 Schülern und einem Lehrer das Leben kostete. Letztlich töteten sich die Täter selbst. Columbine wurde weltweit zum Synonym für einen bislang nicht gekannten Horror an einer Schule. Nachahmer fanden sich, bis hin zu Erfurt. Durch die Fenster des Gebäudes flüchteten an jenem 20. April 1999 Schüler und Lehrer, um dem Massaker zu entkommen. Jedes Jahr fanden seither Gedenkveranstaltungen statt, in diesem Jahr blieben die Schüler zu Hause, nur die Lehrer trafen sich in der Schule.

Jeder vernünftige Mensch hatte gehofft, dass Columbine ein Mahnmal bleibt, das nie übertroffen wird. Jetzt gibt es einen neuen Begriff für einen unfassbaren Vorgang, „Blacksburg“, mit mehr als doppelt so vielen Toten wie in Littleton. Keine Spontantat, sondern ausgeklügelt vorbereitet, mit Rücksicht auf das mediale Interesse. Zwei Menschen zu ermorden, dann Bekennervideos und Dokumente an einen Nachrichtensender bei der Post aufgeben, und anschließend mit dem Morden erst richtig zu beginnen, was muss im Kopf dieses jungen Mannes vorgegangen sein? Und dann von Regierungsstellen, bis hin zum Präsidenten, das Recht jedes Amerikaners auf Besitz einer Waffe erneut zu unterstreichen, ist der blanke Irrsinn. Wer so argumentiert, macht sich mitschuldig und gehört auf die Anklagebank.

Wir hatten in diesem Jahr erneut die Möglichkeit, mit unseren Jugendlichen die Columbine-High zu besuchen. Von 1999 ist kein Schüler mehr an dieser Schule, auch die meisten Lehrer sind weggegangen. Man kommt in ein Hochsicherheitsgebäude mit Metalldetektoren und sichtbarer Polizeipräsenz. Dennoch: eine ganz normale Schule? Die Kids toben rum und geben sich unbekümmert. Kaum jemand nimmt die Gedenktafel am Eingang der Bibliothek noch wahr, auf der die dreizehn Namen der Opfer vom 20. April 1999 stehen. Die Deutschklasse, in der die Schüler Namen wie Klaus tragen, freut sich über den Besuch aus Deutschland. Die meisten haben deutsche Wurzeln in ihren Familien. Man unterhält sich nett, isst süßen Kuchen und wünscht sich alles Gute. Wir sind schon vor der Tür des Klassenraums, da kommt ein Mädchen hinterher und verabschiedet sich von jedem Einzelnen mit einer Umarmung. Eine Schule mit 1.700 Schülern und 200 Mitarbeitern. Ein Riesenbetrieb. Eine Schule, die penibel sauber ist, keine Schmierereien, der Boden glänzt. Irgendwie sind wir froh, wieder draußen zu sein. Columbine High wird nie wieder eine ganz normale Schule sein. Der 20. April 1999 hat alles verändert. Und auch die Virginia Tech in Blacksburg wird nie wieder eine ganz normale Universität sein. Die jetzt geführten Diskussionen, wie man die Katastrophe hätte verhindern können, kommen zu spät. Vielleicht hätte Cho Seung-Hui irgendwer einmal in den Arm nehmen sollen.

Willkommen in New York

Seit Beginn der Jugendbegegnungsreisen in die USA ist es das Prinzip von CPYE, an den Beginn oder das Ende des Aufenthaltes in den Gastfamilien, einen Besuch in einer der großen Metropolen der USA zu stellen. Los Angeles war oft dabei, mehr noch San Francisco und gleichoft New York City, der Big Apple.

New York muss man gesehen haben, das meinen auch Florian (15) und Tobias (17), zwei Teilnehmer aus der CPYE-Gruppe 2007. Sie haben sich bei ihren Gastfamilien in Denver sehr wohl gefühlt und würden gern dorthin mal wieder zurückkehren. Ein weiteres Mal New York zu besuchen, kommt für die beiden nicht in Betracht. Man hat es einmal gesehen, besser, als immer nur im Fernsehen, das reicht aber auch.

New York wird von Touristen überrollt. Der günstige Dollarkurs bringt hier keinen Vorteil. Die Preisschraube dreht sich nach oben. Musste man für den Besuch der Aussichtsplattform des Empire State Buildings bei unserem ersten Aufenthalt 1985 noch 4,50 $ hinblättern, so liegt der Preis jetzt bei 18 $. Auch der Fahrpreis für die Fähre nach Liberty und Ellis Island hat sich mehr als verdoppelt. In einer keineswegs besonderen Kneipe am Madison Square Garden haben wir für ein dürftiges Essen und ein paar Getränke 90 $ auf den Tisch des Hauses gelegt. Da stimmt das Preis- Leistungsverhältnis nicht mal mehr annähernd. New York ist nicht nur eine völlig überfüllte Stadt, in deren Straßen die Autos mehr stehen als fahren, sie ist auch außergewöhnlich schmutzig.

Das Pennsylvania Hotel gegenüber dem Madison Square Garden, gehört zu den größten Hotels der Stadt. Hier stieg einst Glenn Miller ab und verewigte die Telefonnummer des Hotels in einem seiner berühmtesten Stücke: Pennsylvania 6 5000. Unter dieser Nummer ist das Hotel auch heute noch erreichbar. In den Zimmern scheint sich seit Glenn Miller nicht viel getan zu haben. Armaturen im Badezimmer, über die sich jedes historische Technikmuseum freuen würde. Verrostete Ablagen und Fenster, die sich nicht öffnen lassen. Durch die Fenster zieht der kalte Wind. Heizungen gibt es nicht, nur Klimaanlagen, die mit enormen Geräuschen entweder kalte oder warme Luft auspusten. Aber, dieses Hotel kann sich der kleine Mann gerade noch leisten. 79 $ die Nacht pro Person im Doppelzimmer ist für New Yorker Verhältnisse geradezu preiswert.

Den Süden Manhattans beherrscht nach wie vor ein großes Loch. Ground Zero. Die beiden Gebäude dahinter waren bis zum 11. September 2001 verdeckt durch die Türme des World Trade Center. Der U- und Fernbahnverkehr unter dem World Trade Center funktioniert bereits seit einigen Jahren wieder. Pläne, was an die freie Stelle soll, gibt es reichlich. Einer ist größenwahnsinniger als der andere. Noch höher, noch schöner, um der Welt noch deutlicher zu zeigen, wir sind die Größten, wir sind die Weltmacht, die alles kann, und sich vor allem alles leisten kann.

Zwischen den beiden Türmen des WTC stand diese Frieden verheißende Skulptur einer stilisierten Weltkugel. Auf sie fielen die Trümmer der beiden Türme am 11. September 2001. Stark beschädigt zwar, aber die Friedenskugel hat den Angriff überstanden und hat jetzt einen neuen Platz im Batterie Park gefunden. Könnte man nicht einfach auf Ground Zero Rasen pflanzen, eine große Grünfläche anlegen und Mitten darauf diese Weltkugel stellen? Wäre nicht dieses Maß an Bescheidenheit und Demut das, was die Welt faszinieren würde. Man könnte für die USA wieder Sympathien empfinden. Es reicht nicht, dass George W. Bush in allen Umfragen ganz weit unten angekommen ist. Die guten und anständigen Amerikaner müssen sich endlich durchsetzen. Der Wahlkampf für 2008 hat bereits begonnen. Nicht alle Kandidaten verheißen eine neue Weltmacht mit einem besseren Image.

Die USA sind ein Polizeistaat, und nirgends woanders wird das deutlicher als in New York. Schwer bewaffnete Polizisten überall. Ja, man ist sicher im touristischen Teil der Stadt, also Manhattan südlich des Central Parks.

In der Wall Street ist die New York Stock Exchange zu sehen, eine der wichtigsten Börsen der Welt. Die Zufahrten sind verstellt. Die Wall Street ist nur noch für besondere Fahrzeuge zugelassen. Die Geldader darf nicht getroffen werden. Bilder, als sei man im Krieg.

New York hat aber auch schöne Ecken. Zum Beispiel den Central Park. Dieser wird, anders als viele Straßen und die U-Bahnhöfe, sehr sauber gehalten. Die Lunge der Stadt. Hier lässt es sich gut ausruhen und spazieren gehen. Eine Oase inmitten eines Chaosszenarios. Wir regen uns in Berlin darüber auf, dass überall Schilder auf Straßenschäden hinweisen. Auf diese Schilder verzichtet man in New York. Die Straßenschäden sind so eklatant, dass jede Taxi- zur Achterbahnfahrt wird. Da dreht sich schon mal der Magen um. Wir sind aber auf gutem Wege, die New Yorker Verhältnisse einzuholen.

Auch eine Fahrt in der U-Bahn ist eine sichere Sache. Jedenfalls, so lange man die 80ste Straße in Manhattan nicht überfährt. Im Gegensatz zu den U-Bahnhöfen, Ein- und Ausgängen, sind die Züge selbst in recht ordentlichem Zustand. Das Zeitalter der Schmierereien hat man in den USA längst verlassen. Das Zerkratzen der Scheiben hingegen, ist dort wie hier nach wie vor äußerst beliebt.

Sieht man einmal von vielen nervenden Unzulänglichkeiten in New York ab, so ist unbestreitbar, dass Langeweile nicht aufkommen kann. Einfach ist es nicht, in das UN Gebäude zu kommen, aber es lohnt sich schon, dieses Gelände, diplomatisch gesehen außerhalb der USA, zu besichtigen.

In New York in keinen Filmdreh hineinzukommen, ist fast unmöglich. Überall wird irgendetwas aufgenommen. Hier findet eine Taxifahrt in einem Oldtimer statt. Die beiden Schauspieler auf der Rückbank des Taxis waren uns leider unbekannt. Sieht auch nicht so aus, als würde hier eine neue Folge von CSI-New York gedreht. Das Fernsehprogramm in den USA ist fast deckungsgleich mit unserem. Es gibt hier kein Format, das nicht in den USA erfunden wurde. „Wetten, dass…?“ bildet immer noch die Ausnahme. Ich dachte, dass das Quiztaxi wenigstens eine eigene Erfindung sei. Allerdings nur so lange, bis ich das Cash-Taxi sah, das natürlich in New York unterwegs ist. Der deutsche Moderator hat sogar den gleichen Kurzhaarschnitt wie sein amerikanischer Kollege. Nicht zu glauben. Die Werbeunterbrechungen halten sich bei uns ja noch einigermaßen in Gren-zen. In den USA sind die ständigen Breaks nicht zu ertragen. Aber, was würden wir machen ohne die vielen Serien aus den USA? Unser Fernsehprogramm sähe trostlos aus.

Wer es niemals gesehen hat, wird es nicht glauben. Die USA kann man mehrmals besuchen, für New York sollte einmal reichen. Aber dieses eine Mal sollte es sein. Allein schon deshalb, um sich dafür einzusetzen, dass so eine Stadt nie wieder gebaut wird. New York ist nicht Amerika, und das ist gut für Amerika. New York ist nur New York, ein Kunstgebilde, das niemand kopieren sollte. Wir sehen uns, vielleicht am Times Square…..
Ed Koch
(Vorsitzender a.D.)

Goodbye Amerika

Der Autor des vorstehenden Beitrages, Ed Koch, hat zwischen 1985 und 1992 für den Paper Press e.V. und seit 1992 für den CPYE e.V. 72 USA-Reiseprojekte organisatorisch vorbereitet. Darunter 34 Jugendbegegnungsreisen mit 352 Teilnehmer/innen und 38 Studienreisen für Erwachsene mit 417 Teilnehmerinnen. 1.288 Tage dauerten alle Reisen insgesamt. An 32 Reisen hat Koch selbst teilgenommen, darunter stand New York 25-mal auf dem Programm. Die Reisen führten von Nord nach Süd, von Ost nach West, und bis nach Hawaii. Die USA wurden viele Male durchquert und überflogen. Das spektakulärste Projekt fand 1992 statt. Zeitgleich starteten zwei Gruppen in New York und San Francisco. Sie trafen sich in der Mitte, in Marion, Kansas, wo gerade ein Jugendbegegnungsprojekt von CPYE lief. Die Gruppen tauschten die Mietwagen und fuhren weiter auf dem Weg Coast to Coast. Die Mietwagen landeten dort, wo sie herkamen, die Gruppen am jeweils anderen Ozean.

Nun hat Ed Koch Anfang des Jahres seinen Vorstandsposten beim CPYE e.V. an Andie Kraft abgegeben, womit auch sein Engagement für die USA-Reisen endet. Die oben beschriebene Reise war die letzte offizielle Reise in die USA. „Jetzt ist erst einmal für lange Zeit USA-Pause angesagt“, erklärt er und hofft, das die Freunde aus Colorado demnächst öfter den Weg nach Berlin finden. Nie wieder USA? Koch: „Vielleicht in ein paar Jahren mal wieder nach New York, aber nur Berlin-New York direkt, also nicht mit Lufthansa über Frankfurt.“ Warum New York? „Man muss doch sehen, ob der Wahnsinn dort weitergeht.“ Chris Landmann, der schon seit einigen Jahren bei der Vorbereitung der USA-Projekte mitarbeitet, hat den Geschäftsbereich beim CPYE e.V. jetzt vollständig übernommen. Neu im dreiköpfigen Vorstand ist Andie Kraft. Bernd Puhlmann feiert im nächsten Jahr sein 20-jähriges Jubiläum als Vorstandssprecher des CPYE e.V., d.h., er ist von Anfang an dabei.

U.S.A. Begenungsreise 2006

Am 7. April startete die Gruppe von Berlin aus zuerst nach San Francisco, wo sie vier Tage verbrachte. Obwohl der Wetterbericht für alle 4 Tage Regen vorausgesagt hatte, war es überwiegend sonnig. Bei einer Rundfahrt in der Bucht von San Francisco holten sich die Jugendlichen sogar sonnengebräunte rote Nasen.


Während in Berlin das Wetter kalt und regnerisch ist, verbringt die Berliner Gruppe zurzeit in Colorado sonnige und warme Osterferien. Von Heimweh keine Spur. Am Dienstagabend fand die Welcomeparty im Hause der Chefgastmutter Nancy Brooks statt. Ihr Sohn Zach hatte 1992 mit dem CPYE-Vorsitzenden Ed Koch das Begegnungsprojekt gegründet. Die Begeisterung der Gastfamilien, Jugendliche aus Berlin bei sich aufzunehmen, ist ungebrochen. Ein Gastvater lud die komplette Gruppe zu einem Baseballspiel ein. Die beiden CPYE-Projektleiter Regina Koerper und Andie Kraft bedankten sich in kurzen Reden für die Gastfreundschaft über die vielen Jahre hinweg.

Ed Koch überreichte Nancy Brooks und ihrem Mann Stephen einen handmade Berliner Bären, der im linken Arm den Funkturm hält. Gestaltet und hergstellt wurde die Skulptur - sozusagen die Alternative zum Buddy-Bären - von dem Tempelhofer Künstler Graf Dieter von Plettenberg. Drei weitere Bären sind im Gepäck von Ed Koch für den Bürgermeister von Denver, John Hickenlooper, den deutschen Honorarkonsul Dr. Bernhard Bleise und dem Cafe Berlin, das in Denver Downtown von einer Berlinerin betrieben wird. Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit hat Ed Koch beauftragt, seinem Amtskollegen aus Denver herzliche Grüsse zu überbringen.

Das Programm der nächsten Tage ist voll mit Besichtigungen, vor allem aber Ausflügen in die Rocky Mountains, die sozusagen die Kulisse im Westen von Denver bilden. Eine überaus bemerkenswerte Kulisse. Am 23. April geht es zurück nach Berlin. Bis dahin aber: Sonne pur.

Auch wenn man selbst in den letzten 20 Jahren mehr als sechzigmal in beiden Richtungen den Weg über den Atlantik nach/von Amerika angetreten hat, gewöhnen oder gar Spaß am endlos langen Fliegen zu empfinden fällt schwer.

Zwischen acht und zwölf Stunden, je nachdem, ob New York, Denver oder Los Angeles das Ziel ist, in einem ungemütlichen Käfig sitzen, versorgt mit einer Nahrung, die oft ähnlich schmeckt wie die Verpackung aussieht, nein, da kommt wenig Freude auf, zumal, wenn man als einfacher Tourist und nicht in der First oder Business-Klasse unterwegs ist. Sicherheit ist ein hohes Gut beim Fliegen. Und da ist unsere Lufthansa wirklich vorbildlich. Dass allerdings erst kurz vor dem Abflug festgestellt wird, dass ein technisches Teilchen nicht einwandfrei funktioniert und deshalb eine zweistündige Verspätung erfolgt, die man auf dem engen Sessel im Flugzeug verbringen darf, ist nicht sehr professionell. Also: 12 statt 10 Stunden auf einem Stuhl verbringen, den man von Minute zu Minute mehr hasst. Warum kann man nicht so bequem sitzen, wie von Berlin nach Frankfurt? Der Platz auf der Langstrecke ist deutlich unbequemer.

Aber, warum meckern, für 8.000 km 10 Stunden, ist allemal besser, als die Reisen, die unsere Vorfahren machten, um ins gelobte Land zu kommen. Kein Land dieser Erde, in dem es so viele „deutschstämmige“ Menschen gibt wie in den USA. Und auch heute noch sind es jährlich Tausende, die ihr Glück in diesem Land suchen wollen. „Ah, sie kommen aus Deutschland“, lächelt der Verkäufer im Supermarkt, „und woher dort?“ „Berlin“. „Schön, ich war in Heidelberg stationiert.“ Wie viele Amerikaner waren eigentlich als Soldaten in Deutschland? Ich treffe bei jedem Besuch wieder einige, die eine „gute Zeit“ hier verbracht haben. Das muss sicherlich nach dem Krieg gewesen sein. Viel häufiger begegnet man jedoch Menschen, deren Familienname schon auf einen deutschen Ursprung schließen lässt. Meistens sind es die Groß- oder Urgroßeltern, die nach Amerika gingen, aber den folgenden Generationen vergessen haben, ihre Muttersprache beizubringen. Da sind unsere Türken doch viel Heimatbewusster.

Wenn wir uns in Deutschland über Zuwanderungsprobleme unterhalten, sind diese gemessen an denen der USA recht kleinlich. 12 Millionen Mexikaner, vielleicht auch mehr, leben legal, oft illegal in den Vereinigten Staaten. Eine Arbeitserlaubnis müssen sie nicht vorzeigen, nur auf einem Formular ankreuzen, dass sie eine haben. Und wer es schafft, zwei Jahre, ohne auffällig zu werden, in den USA zu überleben, der bekommt die Greencard geradezu geschenkt. Wir regen uns auf, dass Menschen mit „Migrationshintergrund“ – tolle Wortschöpfung, kein oder nur wenig Deutsch sprechen. Suchen Sie mal jemanden, der in den China Towns von San Francisco bis New York Englisch spricht. Und die Mexikaner? Spanisch ist doch Weltsprache. Spanisch-Kurse sind das Geschäft in den USA, schließlich will man ja seinem Gärtner oder seiner Putzfrau auch Anweisungen geben können, die diese verstehen. Sogar die amerikanische Nationalhymne wurde jetzt ins Spanische übersetzt. Na, wenn das keine gelungene Integrationspolitik ist. Wie klingt „Einigkeit und Recht und Freiheit“ eigentlich auf Türkisch?

Ein wenig Dankbarkeit

Deutschland wäre nicht da, wo es heute steht, ohne die USA. Die Welt um uns herum hätte Verständnis dafür gehabt, ja wäre vermutlich sehr beruhigt gewesen, wenn der Plan des amerikanischen Finanzministers Henry Morgenthau, den er im September 1944 vorstellte, Realität geworden wäre. Deutschland zerschlagen und zerstückelt, übrig geblieben wären zwei Agrarstaaten, tausche Weißbier aus Bayern gegen Spargel aus Brandenburg. Es kam anders, nicht nur, weil die Amerikaner so gute Menschen sind, sondern weil sie auch rechnen können. Deutschland wurde, der Westteil versteht sich, ein bedeutender Wirtschaftsstandort weltweit. Und dazu mit einer Demokratie, die heute zu den stabilsten und vom Wahlsystem her gerechtesten, ebenfalls weltweit zählt. Daran haben die Vereinigten Staaten einen großen Anteil, und dafür kann man hin und wieder auch ein wenig Dankbarkeit zeigen.

Vor allem wir Berliner, wobei sich diese Aussage lediglich auf die West-Berliner beziehen kann, können dankbar dafür sein, dass es einen Lucius Clay und zum Beispiel einen seiner Luftbrückenpiloten Gail Halvorsen gab, die die Stadt retteten, als sich die Sowjets entschlossen hatten, die Sache mit Berlin und Deutschland zu einem Ende zu bringen. Wer, wie der Autor dieses Beitrages, nicht nur in West-Berlin, sondern im Westsektorbezirk Schöneberg aufgewachsen ist, war ideologisch ohnehin ein halber Ami. Das hinderte einen nicht daran, kritisch mit seinen Freunden umzugehen, vor allem, wenn es um Kriege ging, die niemand auf der Welt brauchte, ob Vietnam oder Irak.

Gerade wenn man sich mit Gail Halvorsen, dem Candy-Piloten unterhält, der seine berühmten kleinen Fallschirme beim Landeanflug auf Tempelhof abwarf, spürt man, wie sich aus Feinden Freunde entwickelt haben. Was für eine Aufgabe war das, als er drei Jahre nach Kriegsende 1948 wieder nach Berlin, dem Zentrum des Bösen, fliegen sollte, um die von den Kommunisten eingeschlossenen West-Berliner mit Lebensmitteln zu versorgen? Hätte man diese Leute dieses Landes, das für millionenfachen Völkermord stand, nicht einfach krepieren lassen und den Russen zum Fraß vorwerfen sollen? Jeder weiß, wie die Geschichte ausging.

Ich beobachte die amerikanische Politik, gerade des jetzigen Präsidenten, mit großer Aufmerksamkeit und sehr kritisch, aber auch die Politik Irans, der Palästinenser und der Israelis. Das kann mich doch aber nicht davon abhalten, die USA als einen der wichtigsten Freunde unseres Landes zu sehen und für ein durch niemanden in Frage zu stellendes Existenzrecht Israels einzutreten.

Zukunft Jugend

Die Jugendlichen sind es, die die Freundschaft zwischen Deutschland und den USA mit Leben erfüllen müssen. Nach dem Wegfall der Berlin-Förderung und dem besonderen Bundesjugendplan Berlin, sind Förderprogramme für Jugendbegegnungen rar geworden. In Berlin hält man sich mit den Einnahmen aus dem Lottospiel über Wasser und fördert auch Jugendbegegnungsreisen in die USA. Von 1985 bis heute haben sich die Förderbeträge mehr als halbiert. Aber, immerhin, jeder Cent zählt. Dennoch sind die Reisen nicht gerade preiswert. Mit Jugendgruppen kann man nicht standby in die USA fliegen, da muss man ein Jahr vorher buchen, ohne zu diesem Zeitpunkt irgendeinen Teilnehmernamen zu haben. Und, diese Reisen finden in den Ferien, also der Hauptsaison statt. Da kostet schon mal ein Ticket Berlin-San Francisco-Denver-Berlin rund 660 Euro zuzüglich 260 Euro für alle möglichen Gebühren, die die Fluggesellschaften draufschlagen. Ich kann mich noch erinnern, für rund 1.000 DM in die USA geflogen zu sein, in DM gerechnet hat sich der Preis in etwa zehn Jahren fast verdoppelt.

16 junge und zwei junggebliebene Berliner traten in den Osterferien 2006 die Reise in die USA an. Nach einem viertägigen Stopp in San Francisco trafen sie in Denver, der Hauptstadt des US-Bundesstaates Colorado, ein und wurden von amerikanischen Gastfamilien herzlich begrüßt. Familien, die völlig uneigennützig, ohne finanzielle Gegenleistung, Berliner Jugendliche bei sich aufnehmen, weil sie Freude daran haben, Gäste aus dem fernen Deutschland beherbergen zu können. Sie feierten nicht nur das Osterfest mit ihnen, sondern verbrachten viel Zeit gemeinsam, um zu erfahren, wie junge Menschen ihr eigenes und ihr Gastland sehen.

4 Berliner Bären im Gepäck

Der Tempelhofer Künstler Graf Dietrich von Plettenberg kreierte eigens für die USA-Reise des ebenfalls in Tempelhof ansässigen Vereins CPYE Komitee zur Förderung von Jugendaustauschprojekten e.V. kleine rote Bärenskulpturen als Gastgeschenke, die im Gepäck die Reise gut überstanden.

Den ersten erhielt die wohl wichtigste Person des Jugendbegegnungsprojektes, Nancy Brooks, sozusagen die Chef-Gastmutter. Sie organisiert die Gastfamilien, und das nun schon zum fünfzehnten Male. Zustande gekommen ist die Partnerschaft, als 1991 ihr Sohn Zach in Kansas zur Schule ging und die Leute von CPYE kennen lernte, die zu dieser Zeit dort eine Jugendbegegnung durchführten. Er lud sie zu sich nach Colorado ein, und wie das so ist mit den Deutschen, wenn es ihnen gefällt, kommen sie immer wieder. Rechts neben Nancy Brooks ihr Mann Stephen, links der CPYE-Vorsitzende Ed Koch und die beiden Projektleiter Andie Kraft und Regina Körper.

Einen weiteren Bären übergab Ed Koch an den Bürgermeister von Denver, John W. Hickenlooper, der ihn zu einem kurzen Gespräch im Rathaus empfing. Bereits im letzten Jahr empfing der Bürgermeister die Berliner. Koch richtete herzliche Grüße von Berlins Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit aus. Hickenlooper bedankte sich mit einer Sportjacke für Wowereit, die Koch in den nächsten Tagen an den Regierenden Bürgermeister übergeben wird. Im letzten Jahr erhielt Wowereit eine Westernkrawatte. Wenn das so weitergeht, wird Klaus Wowereit von John Hickenlooper völlig neu eingekleidet.

Die letzten beiden Bären wechselten am vorletzten Tag ihre Besitzer, als die Gruppe das Café Berlin in der 14ten Straße in Denver besuchte. 1995 wurde es von Aki von Mende gegründet und ging später an die Berlinerinnen Sandra und Marlene über. Der Berliner Bär, auf dessen Schärpe Berlin-Denver steht, hat jetzt einen gut sichtbaren Platz im Restaurant eingenommen.

Mit dabei war ein „alter“ Freund der Berliner, Honorarkonsul und Rechtsanwalt Dr. Jürgen Bleise. Für ihn arbeitete vor einigen Jahren Zach Brooks, und so lernte man sich kennen. Als vor drei Jahren eine Teilnehmerin ihren Reisepass verlor, leistete der Konsul schnelle Hilfe. Zwei weitere Freunde (Fotomitte) leisteten den Berliner Gesellschaft: Amy und Jim Hecht, zwei Professoren aus Denver, denen CPYE im letzten Jahr Berlin zeigte, auf typisch amerikanische Art: All you can see in 3 days! Und das war eine Menge.

Die Zeit in den USA verbrachte die Gruppe jedoch nicht nur damit, Berliner Bären zu überreichen. Das Programm war randvoll. Zu den Höhepunkten gehörte der Besuch des Flughafens von Denver, den Dan Melfi (Foto rechts) organisierte. (links von ihm CPYE-Projektleiter Andie Kraft und Teilnehmer Konstantin Müller). Die Grundfläche beträgt 1.376 qkm und ist damit größer als die von Berlin (889 qkm). Nach Passagieraufkommen ist Denver der zehntgrößte der Welt und nach Flugaufkommen sogar der fünftgrößte. 30.000 Menschen arbeiten hier. Dan Melfi fuhr mit den Jugendlichen kreuz und quer über das riesige Gelände, Vorfahrt hatten jedoch immer die Flugzeuge. Denver ist der einzige Flughafen der Welt, der eine Verbindungsbrücke von zwei Terminals hat, unter der Flugzeuge entlang fahren können. Der Airport verfügt überdies über eine eigene Ölquelle.

Zum Wahrzeichen von Denver ist inzwischen der Hauptteil des 1995 eröffneten Flughafens, der Jeppesen Terminal mit seinem den Rocky Mountains nachempfunden Dach geworden. Denvers Airport ist wirklich einer der schönsten der Welt, großzügig angelegt, übersichtlich, die Terminals verbunden mit einem U-Bahnsystem, einfach vorbildlich. Da macht Fliegen Spaß, jedenfalls so lange, bis man wieder auf den unbequemen Sesseln von Lufthansa sitzt. Dan Melfi haben die CPYE-Leute auf der ITB in Berlin kennen gelernt. Und wenn alles klappt, wird die Gruppe von 2007 im nächsten Jahr den Flughafen nicht nur bei der An- und Abreise, sondern auch zwischendurch sehen.

Das Coors-Field ist dem Baseball gewidmet. Alfred Coors kam einst aus Deutschland in die USA und braut seitdem in dritter Generation dort Bier. Unweit von Denver, in Golden, befindet sich die Brauerei, weltweit eine der größten. Die einzige Frage, die man sich stellen muss, ist, wenn Mr. Coors schon aus Deutschland stammt, warum macht er dann kein vernünftiges Bier? Die Gasteltern schenkten den Jugendlichen aus Berlin Karten für ein Spiel der Denver Rockies gegen die San Diego Padres. Baseball glänzt nicht gerade durch übermäßige Action, aber so ein Spiel einmal gesehen zu haben, ist beeindruckend.

Zu den inhaltlich interessantesten Programmpunkten gehörte ein Gespräch mit der Direktorin des Mayor's Office for Education and Children, Maria Guajardo Lucero, unter anderem über die Schulsysteme in den USA und Deutschland. Auf der Rückseite ihrer Visitenkarte steht in Englisch und Spanisch, frei übersetzt: „Die Aufgabe des Büros für Erziehung/Bildung ist es, die Entwicklung und Erziehung/Bildung der Kinder, Jugendlichen und Familien von Denver zu stärken und zu verbessern.“ An solchen Leitsätzen arbeiten unsere Jugendämter jahrelang, und sie passen letztlich dann nicht auf die Rückseite einer Visitenkarte.

Denver ist eine schöne Stadt, die Vororte gepflegt und in eine wunderschöne Landschaft eingebettet. Die zahlreichen Ausflüge, die die Jugendlichen in die Rocky Mountains machten, zeigten skurrile Gebilde aus rotem Stein, die sich in Jahrmillionen gebildet haben. Sogar Fußabdrücke von Dinosaurier können besichtigt werden. Die Amerikaner haben es gern bequem, deshalb führen breite Straßen überall entlang, bloß keine großen Fußwege. Bürgersteige gibt es wohl, nur Fußgänger sucht man vergeblich. So bequem die Straßen sind, so schlecht sind sie ausgeschildert. Meist entdeckt man erst auf gleicher Höhe ein Hinweisschild, dass man hier hätte abbiegen müssen. U-Turns sind an der Tagesordnung. Wir haben noch gar nicht über das Shoppen gesprochen. Ja, auch dieser Programmpunkt darf in den USA nicht fehlen. Man hat oft den Eindruck, als kämen wir aus einem völlig unterentwickelten Land, wenn man sieht, was die Kids so alles einkaufen. Shoppingmalls so groß wie Fußballfelder laden zum Einkaufen und Verweilen ein. So toll unser neues Schlossstraßencenter am Rathaus Steglitz auch ist, in den USA reicht es gerade Mal für die Eingangshalle aus. Die Dimensionen sind halt andere, aber auch nur im Mutterland der USA. In New York sind Shoppingmalls in der beschriebenen Größenordnung auch nicht zu finden.

Jeder Tourist ein
potenzieller Terrorist?

Die Einreiseprozedur in die USA erinnert alte Westberliner sehr stark an ihre Besuche in Ostberlin oder der DDR. Zwar benötigt man kein Visum, aber Formulare mit vielen Fragen müssen ausgefüllt werden. Nach langem Flug dann bis zu einer Stunde Wartezeit, ehe der Einwanderungsbeamte viele Fragen stellt, warum, wieso, weshalb. Touristen sind grundsätzlich erst einmal verdächtig. Und wenn junge Leute nicht gleich alle Fragen zur Zufriedenheit beantworten können, werden sie zu einem zweiten Schalter geschickt, wo noch eine intensivere Befragung erfolgt. Das war immer so, auch schon vor dem 11. September 2001. Bei der Ein- und Ausreise werden die Fingerabdrücke genommen und ein Foto gemacht. Verständnis? Eigentlich schon. Bleibt zu hoffen, dass die Vorsichtsmaßnahmen wirklich weitere Anschläge verhindern.

und 2007?

Ja natürlich, dann findet die 36ste Reise von CPYE in die USA statt, natürlich wieder zu Ostern und wieder nach Denver, zum 16ten Male. Zusätzlich steht New York auf dem Programm: Termin: 31. März bis 15. April 2007. Nähere Informationen unter Telefon: 701 786 40. Für Jugendliche ab 14.


Ed Koch

Rocktreff

Der diesjährige Tempelhofer Rocktreff war eine Sensation.

Wir danken allen Beteiligten für das gute Gelingen und freuen uns auf den 25. Rocktreff 2008!

Als eingetragener gemeinnütziger Verein unterstützen wir den Rocktreff.

Mehr Infos unter Archiv und natürlich www.rocktreff.de .

 

 

20 Jahre CPYE

Bericht aus der Berliner Woche

 

Gastgeschenk aus den USA

Die Tempelhof-Schöneberger Jugendorganisation CPYE e.V. reist seit 15 Jahren immer in den Osterferien mit Berliner Jugendlichen nach Denver, Colorado, USA.

Die Jugendlichen wohnen in dem Vorort Ken Caryl bei Gastfamilien. Zur Tradition ist es geworden, dass CPYE-Gründer Ed Koch (links) und damaliger CPYE-Vorsitzender Chris Landmann (rechts) dem Bürgermeister von Denver, John W. Hickenlooper, ein Geschenk aus Berlin mitbringen.

In diesem Jahr war es ein Berlin-Band, den der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit für seinen Amtskollegen signiert hatte. Hickenlooper revanchierte sich mit einem Bildband, der die Entwicklung Colorados zwischen 1870 und 2000 aufzeigt.

Im letzten Jahr überbrachte Ed Koch John W. Hickenlooper einen Berlin-Bären des Tempelhofer Künstlers Dietrich von Plettenberg. Auf dem Schreibtisch des Bürgermeisters ist ein roter Button zu sehen. Als Koch nach dem Gespräch mit dem Bürgermeister dessen Büro verließ, drückte dieser auf den Button und eine Stimme sagte: „That was easy“. „Hier drücke ich immer drauf“, so der Bürgermeister, „wenn das Gespräch leicht und problemlos war.“

Nun gibt es endlich auch diesen Button in Deutschland, und Klaus Wowereit erhielt natürlich einen für seinen Schreibtisch. In seiner bekannt trockenen Art machte Wowereit darüber einen Scherz und verzog dabei keine Miene, während sich Koch und Landmann kräftig amüsierten. (Auszug aus der Webseite von Klaus Wowereit)

 

Letzte Etappe USA:

San Francisco ist Alcatraz- und umgekehrt:

Gruppe auf Alcatraz, und ja keine Angst, alle sind wieder von The Rock runter. Leicht verbrannte Nasen, aber das gehört zu San Fran.

Nach wundervollen, erlebnisreichen und viel viel zu kurzen zehn Tagen in Colorado sind wir heute (Dienstag, 25.März) etwas verspätet aber sicher in San Francisco gelandet.

Auf dem Weg zum Coit-Tower

USA wir sind da!

CPYE-Gruppe am 15. März beim Welcome-Brunch mit Gasteltern (zum Vergrößern bitte auf das Bild klicken)

Liebe Eltern, Freunde und Verwandte,

alle unsere Teilnehmer sind gut in Colorado angekommen und haben die erste Nacht bei ihren Gastfamilien verbracht und freuen sich auf ein Wochenende mit viel Sonnenschein!

Am Freitag den 14. März ging die Reise los!

10 Jugendliche aus Berlin und Umland fliegen im Rahmen unseres Jugendbegegnungsprojektes zu Gastfamilien in Denver!

Wir freuen uns mit den Teilnehmern neue Erfahrungen zu sammeln, Freundschaften zu schließen, Wissenswertes in Gesprächen und Diskussionen über Land, Leute und Geschichte zu erfahren und "Gesund und Munter" am 30. März wieder in Berlin zu landen.

Allen Teilnehmern eine schöne und erlebnisreiche Zeit!

Die Reise in den Osterferien 2008 nach Denver / Colorado und San Francisco / Kalifornien bietet Jugendlichen im Alter von 14 bis 19 Jahren ein unvergleichliches Erlebnis.
Um einen kleinen Vorgeschmack auf das Sehenswerte dieser Reise zu bekommen, gibt es an dieser Stelle schon mal einige Informationen.

Besuch aus Israel und Polen, Internationale Jugendbegegnung 2007

des Bezirksamtes Tempelhof-Schöneberg

Der CPYE e.V. übernahm für eine Internationale Jugendbegegnung im August 2007, zu der der Bezirksbürgermeister von Tempelhof-Schöneberg, Ekkehard Band, Jugendliche aus Nahariya, Israel, und Köslin (polnisch Koszàlin), Polen, eingeladen hatte, die Organisation. Nahariya und Köslin sind Partnerstädte des Bezirks. Wir bedanken uns für das Vertrauen, unseren Verein mit dieser wichtigen Aufgabe betraut zu haben. Weitere Infos .

Unsere Reiseteilnehmer des 16ten Austauschprojektes nach Denver Colorado sind gut in den U.S.A. angekommen!

Am Freitag den 30. März startete unsere Gruppe von Berlin Tegel nach Denver. Nach gut zwölf Stunden Flug kam die Gruppe auf dem fünftgrößten Flughafen der Welt an und wurde sehr herzlich von den amerikanischen Gasteltern empfangen. Die Sonne schien und etwas Schnee lag auch. Abends traf man sich dann zur gemeinsamen Welcome Party im Ken-Caryl-Ranch House. In COlorado verbrachten die Teilnehmer zehn aufregende und interessante Tage. Nach einer Farewellparty am Montag Abend stieg die Reisegruppe Dienstag Früh in den Flieger gen New Yorg City. Wohlbehalten kamen sie dort am Mittag an und verbringen nun noch vier Tage im "Big Apple".

Am Sonntag, den 15. April erwarten wir die Reisenden um 10.10 Uhr am Flughafen Tegel gesund und erholt zurück, vorraussichtlich am Gate A09.

!!! NEU: Drei Fotos der Gruppe aus Denver online!!!

Weitere Infos folgen.

Hohe Auszeichnung für langjähriges Vorstandsmitglied Ed Koch

Im Herbst 2006 wurde Ed Koch das Bundesverdienstkreuz am Band durch den Bundespräsidenten Horst Köhler für sein jahrzehntelanges aufopferndes ehrenamtliches Engagement (u.a. Jugendbegegnungsreisen, Gedenkstättenfahrten, die Herausgabe des Jugendpolitischen Pressedienstes Paperpress) verliehen und im Dezember durch den Regierenden Bürgermeister von Berlin Klaus Wowereit überreicht. Aufgrund vieler anderer Aktivitäten die ihn sehr in Anspruch nehmen verläßt Wolfgang Ed Koch den CPYE Vorstand. Glücklicherweise steht er dem Alten und Neuen Vorstand ( Bernd Puhlmann, Chris Landmann und Andie Kraft) unterstützend und beratend weiterhin in freundschaftlicher Verbundenheit mit Rat und Tat zur Verfügung.

Für seine langjährige Hilfe und Mitarbeit, Organisation und für sein großes Vertrauen bedanken wir uns sehr herzlich.

Klaus Wowereit und Wolfgang "Ed" Koch

1. Tempelhofer Präventionstag


Infos zum Thema „Vorbeugen aber Feste!“ am 2. September
Prävention umfasst nicht nur die reine Kriminalitätsvorbeugung, sondern auch Gewaltminderungstrategien im Alltag, Verkehrsunfallverhütung, verantwortlicher Umgang mit Suchtmitteln und Gesundheitsvorsorge. Prävention ist nicht nur eine gesamtstaatliche, sondern eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, jeder ist in der Verantwortung, seinen Beitrag zur Prävention zu leisten. Prävention braucht Partner: So arbeiten Bewohner, Gewerbetreibende, Polizei und der Bezirk bereits partnerschaftlich an der Realisierung verschiedener Projekte und Aktionen Hand in Hand. Denn es ist wichtig, dass Prävention auf den verschiedensten gesellschaftlichen Ebenen eine Rolle spielt. Deshalb hat der Polizeiabschnitt 44 eine Veranstaltung initiiert, die Dieter Hapel, Stadtrat für Schule, Bildung und Kultur, als Schirmherr unterstützt. Gemeinsam laden der Polizeiabschnitt 44 und das bezirkliche Schulamt zum 1. Tempelhofer Präventionstag am Freitag, dem 2. September, in der Zeit von 10 bis 20 Uhr vor das Rathaus Tempelhof ein. Unter dem Motto „Vorbeugen – aber Feste“ präsentieren sich zahlreiche Hilfs- und Rettungsdienste sowie die Polizei mit einem Fahrradparcours und Aktionsständen auf der „Präventionsmeile“. Desweiteren konnten in Zusammenarbeit mit der Rockini Tempelhof und dem Oberstufenzentrum KIM ein Bühnenprogramm aus Theateraufführungen, Diskussionsforen, Rockgruppen und insbesondere Schülerbands zusammensetzt. Denn ein wichtiger Präventionsansatzpunkt ist die Aufgabe der Schulen als Sozialisationsinstanz. Hier spielt auch der Umgang mit Gewalt in der Schule eine wesentliche Rolle. Dieser Problematik hat sich unter anderem die Tempelhofer Werner-Stephan- Oberschule angenommen und in die Gestaltung des Schullebens integriert – mit regelmäßigem Konfliktlotsen-Training für Schülerinnen und Schüler statt. Stadtrat Hapel: „Ich hoffe sehr, dass Sie Lust bekommen haben, mit uns gemeinsam den 1. Tempelhofer Präventionstag zu feiern. Ich wünsche allen einen positiven Veranstaltungsverlauf, ergiebige Gespräche und knüpfen Sie Kontakte, denn: ,Prävention brauch t Partner‘!“ bats

Besuch aus den USA

Nancy und Stephen Brooks aus Ken Caryl, einem Vorort von Denver, Hauptstadt des US-Bundesstaates Colorado, besuchten im August 2003 Berlin. Sie sind gern gesehene Gäste in unserer Stadt, sorgen sie doch dafür, dass seit vielen Jahren junge Berliner für ein paar Wochen bei ihnen und anderen Familien wohnen dürfen. Die Jugendlichen erleben ein großes Land aus der Insiderperspektive einer Familie. Organisiert werden diese Reisen seit 15 Jahren vom Komitee zur Förderung von Jugendaustauschprojekten e.V., kurz CPYE genannt. Der gemeinnützige Verein lud zu seinem Jubiläum die Brooks nach Berlin ein, finanziell unterstützt vom Landesjugendamt Berlin..

15 Jahre CPYE

Die Beziehungen zwischen Deutschland und den USA waren schon einmal besser. Das schlechte Klima beschränkt sich aber glücklicher Weise auf die politische Ebene. Die vielen Menschen, die Jahr für Jahr die USA besuchen, finden vor Ort wenig von dem, was einem die Presse hier einreden will. Vor allem ist es wichtig, dass sich junge Leute auf den Weg machen, um ein Land kennen zu lernen, das man aus der Ferne wenig versteht. Seit 15 Jahren fördert und pflegt ein kleiner Verein aus Tempelhof, bei dem ausschließlich Ehrenamtliche tätig sind, die Beziehungen zu zwei Gemeinden in den USA, weit ab von den üblichen Touristenpfaden in Kansas und Colorado.

Die Gründer des CPYE e.V., Ed Koch und Bernd Puhlmann begrüßten Ende August zum Vereinsjubiläum Ehrengäste, Freunde, Förderer und Ehrenamtliche im Sony Center zu einer kleinen Party. Auch diese wurde von einer großzügigen Sponsorin finanziert. Bernd Puhlmann, der seit 15 Jahren ununterbrochen Vorsitzender des Vereins ist, erhielt aus der Hand von Jugendstaatssekretär Thomas Härtel einen Pokal mit der Inschrift: „Mit Dank und Anerkennung für 15 Jahre ehrenamtliche Tätigkeit als Vorsitzender des CPYE e.V.“ Thomas Härtel würdigte in seinem Grußwort die kontinuierliche Arbeit des Vereins, die sich inzwischen auch auf andere Betätigungsfelder erstreckt.

Zu den Gästen zählten u.a. die Leiterin des Landesjugendamtes Ulrike Herpich-Behrens, die Tempelhof-Schöneber-ger Jugendstadträtin Angelika Schöttler und Jugendamtsdirektor Henning Till, die Vorsitzende des Jugendhilfeausschusses Jutta Kaddatz u. Ex-Stadtrat Klaus-Ulrich Reipert.

Eine weitere Würdigung erhielt Nancy Brooks aus Ken Caryl, Colorado. Sie sorgt seit 1992 dafür, dass Jahr für Jahr Jugendliche aus Berlin in ihre Stadt kommen können. Dafür erhielt sie anlässlich des Vereinsjubiläums die „Goldene Ehrennadel“ der Arbeitsgemeinschaft Jugend in Tempelhof e.V..

Nancy Brooks und ihr Mann Stephen erlebten eine Woche voller spannender Programmpunkte in Berlin. Angefangen von der Kennedy-Ausstellung im Deutschen Historischen Museum, über eine Spreewaldfahrt, Besuch des Musicals Hair bis hin zur Langen Nacht der Museen.

Eine typische Berliner Gartenfete gehörte auch zu ihrem Programm. Beim SPD-Adlermühlenfest in Mariendorf trafen sie auf Walter Momper, der sie schon bei einem Besuch vor zwei Jahren im Abgeordnetenhaus zu einem Gespräch empfing. Damals war er noch Vizepräsident des Hohen Hauses, nun ist er der Chef. Und den Berliner Landeschef Klaus Wowereit trifft man natürlich auch beim Gartentreff in seinem Heimatbezirk. Klaus Wowereit hob in seinem Small-Talk mit den Brooks die Bedeutung von Jugendbegegnungsreisen hervor und dankte den beiden für ihr jahrelanges Engagement.

Welcher Krieg?

Grüße aus der „Neuen Welt“

Wenn die Politiker den Menschen einzureden versuchen, die Beziehungen zwischen ihren Ländern seien schlecht, dann sind gegenseitige Besuche wichtiger denn je. 1985 vom Paper Press e.V. begonnen, seit 1992 vom Komitee zur Förderung von Jugendaustauschprojekten e.V. (www.cpye.de) weitergeführt, reisen jährlich Jugendliche aus Berlin in die USA und leben dort ein paar Wochen in Gastfamilien. So auch ein Jahr nach den Anschlägen auf New York und Washington und so auch in diesem Jahr während des Krieges im Irak.

Impressionen von einer USA Reise in Kriegszeiten

Es ist kurz vor den Osterferien und die Maschine nach Frankfurt ist nicht ganz ausgebucht. Auch beim Weiterflug von Frankfurt nach San Francisco weisen die Sitzreihen Lücken auf. Die Einreise in die USA, sonst mit langen Wartezeiten verbunden, geht überraschend schnell, weil nur wenige Touristen aus Deutschland anstehen. In Frankfurt fielen die vielen amerikanischen Militärflugzeuge auf. Dafür, dass Deutschland an diesem Krieg nicht beteiligt war, sah die Szene sehr bedrohlich aus. In San Francisco ist nichts von irgendeinem Krieg zu spüren. Die Einreiseformalitäten sind hier freundlich wie eh und je, unverfängliches Geplauder mit dem Beamten, ja sogar ein nettes Lächeln, ganz unter dem Motto, schön, dass Ihr gekommen seid.

Ein paar Befürchtungen hatte ich schon, dass man uns vielleicht „Feiglinge“ oder so hinterher rufen würde. Keine Spur davon. Mit einer Berliner Jugendgruppe unterwegs zu sein, ist nicht gerade ein unauffälliges Manöver, zumal, wenn sich die Kids deutlich erkennbar in Deutsch unterhalten. In keiner Speisekarte waren die beliebten French Fries oder French Toast durch Freedom oder Liberty ersetzt oder überklebt worden. Es mag sein, dass es verwirrte Nationalisten in den USA gibt, die so Rache an den unwilligen Franzosen nehmen wollen, getroffen haben wir davon keinen.

Auch mag es sein, dass deutsche Automobile gegenwärtig in den USA nicht angesagt sind, glauben mag man es kaum, wenn unzählige Daimler und BMWs die hügeligen Straßen von San Francisco rauf und runter brausen. Und wenn man mal – so ganz nebenbei – fragt, „Was macht eigentlich der Krieg?“ – kommt durchaus die Antwort: „Welcher Krieg?“ Wer nicht gezielt CNN und andere Kriegsberichterstattermedien schaut, der erfährt wenig von dem, was im fernen Irak passiert. Geradezu grotesk mutet es jedoch an, wenn der Wetterkanal neben den Vorhersagen für den amerikanischen Kontinent auch über Sonne und Wind im Irak berichtet. Offenbar gibt es Interessenten am Wetter im 51. Bundesstaat.

Lassen wir in diesem Bericht einmal unkommentiert, wie lächerlich es wirkt, wenn Rambo Bush mit einem Kampfjet auf einem Flugzeugträger landet und dort verkündet, dass völlig unerwartet die Supermacht den Krieg gegen ein Entwicklungsland gewonnen hat. Mir sind die Umfrageergebnisse in den USA schleierhaft, oder, ich habe einfach die „falschen“ Leute getroffen. Niemand ist begeistert von diesem Präsidenten und dem, was er tut, weil alle sehen, dass er das Land in eine wirtschaftliche Krise stürzt, deren Auswirkungen weder in vollem Umfange bekannt sind, noch sie sich jemand vorstellen kann. Aber, das ist eine bemerkenswerte Eigenart, man steht hinter dem Präsidenten. Es ist so wie es ist, und er ist schließlich unser Präsident. Eine Solidarität, die erstaunt.

Vier Tage waren wir am Golden Gate, genossen diese herrliche Stadt, die nur mit sich selbst beschäftigt ist und immer wieder allen sagt, „Schaut her, wie schön ich bin!“ Die Antikriegsdemonstrationen in San Francisco waren eher ein Unterstreichen dieses Lebensgefühls, das man hier pflegt. Die Nagelprobe stand uns allerdings noch bevor: zwei Wochen in Gastfamilien in Colorado. Die lange vor dem Irak-Krieg ausgesprochenen Einladungen, wurden nicht zurückgezogen. Ein gutes Zeichen. Die Familien hatten eher damit gerechnet, dass wir absagen. Die Aufnahme unserer Jugendlichen in die Familien war in diesem Jahr noch herzlicher und freundschaftlicher als sonst. Die Kids aus Berlin wurden mit Zuneigung überhäuft.

Welches Verhältnis zwischen wem auch immer gegenwärtig schlecht sein mag, das zwischen den Gastfamilien aus Denver, Colorado, und den Jugendlichen aus Berlin mit Sicherheit nicht. Und diejenigen, die sich negativ über Deutschland und die Deutschen äußern, haben keinen Kontakt zu Menschen aus unserem Lande. Wir besuchten den neuen Honorarkonsul Deutschlands in Denver. Dr. Bernhard Bleise ist „ein alter Freund“ unseres Vereins. Zach Brooks, der 1992 den Kontakt zwischen uns und den Leuten aus Ken Caryl, einem Vorort von Denver, hergestellt hatte, arbeitete beim Rechtsanwalt Dr. Bleise als Praktikant. So lernten wir ihn kennen und besuchen ihn Jahr für Jahr in seiner Praxis in Denver Downtown. Seit dem letzten Jahr ziert das ovale Wappen der Bundesrepublik Deutschland sein Büro. Und wie es so ist im Leben, diesmal benötigten wir gleich seine Konsulardienste, weil eine Teilnehmerin unserer Gruppe ihren Pass verlor und wir eine Ersatzbescheinigung benötigten. Ein unkomplizierter Vorgang.

Natürlich haben verärgerte US-Bürger bei Dr. Bleise angerufen und sich über Deutschland beschwert und mitgeteilt, dass sie keine deutschen Autos mehr kaufen würden. Gering ist jedoch diese Zahl.

Ein anderer Besuch machte uns aus verschiedenen Gründen etwas Sorgen im Vorfeld. Als erste Jugendgruppe erhielten wir eine Einladung an die Columbine High School in Littleton. Ken Caryl gehört postalisch und geographisch zu dem Denver-Vorort Littleton. An den 20. April 1999 erinnert man sich hier, wie vielerorts, mit Schrecken. Zwei Jugendliche ermordeten Mitschüler und Lehrer. Littleton wurde zum Vorbild für Erfurt. Streng bewacht wird die Schule heute. Sicherheitsvorkehrungen wie auf einem Flughafen. In der Deutschklasse dann allerdings entspannte Stimmung. Die amerikanischen Jugendlichen haben für ihre deutschen Gäste Kuchen gebacken. Sie sprechen gerade über Sinn und Unsinn deutscher Zitate.

Neben vielen Ausflügen in die wunderschöne Landschaft der Rocky Mountains und in so manche gigantische Shopping-Mall, stand noch ein offizieller Termin auf dem Programm. Wird er vielleicht doch noch im letzten Augenblick abgesagt? Ein Besuch im Rathaus war vorgesehen. Die stellvertretende Bürgermeisterin von Denver, Stephanie A. Foote, wollte uns empfangen. Und sie tat es. Eine freundliche Dame trat vor uns und erzählte alles, was man so über Denver wissen müsse. Der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit hatte uns eine Radierung des Brandenburger Tores als Gastgeschenk mitgegeben und der Tempelhof-Schöneberger Bürgermeister Ekkehard Band ein handmade Messing-Wappen seines Bezirks. Gastgeschenke, die gut ankamen. Das Brandenburger Tor kennt weltweit jeder, und Tempelhof wegen der Luftbrücke und Schöneberg wegen der Freiheitsglocke sind in Amerika die Stadtteile, mit denen man Berlin identifiziert.

Brest in Frankreich ist Partnerstadt von Denver. Wie sind die Beziehungen zur Zeit, wollten wir wissen. Gut. Denvers Bürgermeister Wellington E. Webb war gerade dort und eine Delegation aus Frankreich kommt im Sommer nach Denver. Die Politiker spielen Blinde Kuh und die Bürger machen nicht mit. Ein wenig Sorgen hatte ich schon, als ich mich mit den 14 jungen Leuten aus Berlin auf den Weg über den Teich machte. Sie waren allesamt unbegründet. Und wenn der CPYE e.V. im August dieses Jahres sein 15-jähriges Bestehen feiert, werden Gäste aus den USA in Berlin erwartet. Eine Freundschaft, die funktioniert, ganz einfach, weil sich die Beteiligten mögen.

Welcher Krieg? Im fernen Irak hat sich ein Präsident auf ein Abenteuer eingelassen, das längst noch nicht zu Ende ist und noch viel Blut und Tränen kosten wird. Mr. Bush, dessen Wahl zum Präsidenten erklärt wurde, tatsächlich aber nicht stattgefunden hat, wird nicht erreichen, dass die gutwilligen und vernünftigen Menschen in den USA und Europa ihre Beziehungen in den Keller fahren. Nie war es so wichtig wie heute, in die USA zu reisen!

Den ROCKTREFF gibt's nun schon seit 20 Jahren, immer im Sommer, immer in Tempelhof
und immer OPEN AIR.

"Der schönste Rocktreff aller Zeiten"


Als am Pfingstmontag 2003 der 20. Rocktreff zu Ende ging, lagen sich die Organisatoren freudig in den Armen und bestätigten sich gegenseitig, dass dies der schönste Rocktreff aller Zeiten war. Rocktreffmitbegründer und beim ersten wie beim zwanzigsten Male auf der Bühne dabei, Tommi Müller. Er und seine Crew leisten Jahr für Jahr unglaubliches. Sie ziehen eine Großveranstaltung auf, die sich sehen lassen kann und bis weit über die Grenzen des Bezirks hinaus bekannt ist. Der Zufall wollte es, dass der 20. Rocktreff Pfingsten stattfinden konnte. Das hängt von den Spielplänen der Vereine im Fußballstadion des Volksparks Mariendorf ab. Und so hatte man diesmal sogar drei, statt wie bisher üblich, nur zwei Tage zur Verfügung..
20 Jahre – 20 Band – 20.000 Fans. Das war das Motto. Nun, die ersten beiden Zahlen stimmten, zwanzigtausend Besucher wurden es dann aber doch nicht. Immerhin kamen einige Tausend zum Pfingstvergnügen in den Volkspark Mariendorf und genossen das zeitweise viel zu schöne Wetter. Unter der Hitze litten nicht nur die Jungs und Mädchen von der Rock-Ini vor, hinter und auf der Bühne, sondern auch die Besucher. Das Spielfest am Nachmittag war in diesem Jahr nicht so gut besucht wie in den Vorjahren, es war einfach zu heiß. Anstatt beim Spielen zu schwitzen, gingen viele lieber ins benachbarte Schwimmbad. Erst gegen 17 Uhr, als der Rocktreff dann so richtig losging, füllte sich das Stadion.
Neben Bands, die ihren ersten großen Auftritt hatten, spielten auch Gruppen, die schon einen Namen in der Szene haben, wie SPOT, SHE'S CHINA, KILLJOY oder Quadro Tango. Ein Höhepunkt war zweifelsohne der Auftritt von COPPELIUS. Fünf Herren in schwarzen Hosen und weißem Hemd mit „Vatermörder“-Kragen präsentierten ihre Musik mit Kontrabass, Cello, zwei Klarinetten und einem Schlagzeug. Die eher klassisch wirkende Gruppe spielte heißesten Rock vom Feinsten. Eine weitere Besonderheit beim 20. Rocktreff war am Pfingstsonntag ein Gottesdienst auf der Bühne. Gemeindepfarrer Hans-Martin (Beppo) Brehm hatte seinen Gottesdienst aus der Kirche Alt-Mariendorf in den Volkspark verlegt. „So viel Besucher wie hier, habe ich selten in der Kirche“, gab der Gottesmann zu.
Auch über ein weiteres Highlight muss noch berichtet werden. Die Schöneberger Sängerknaben, die seit der Bezirksfusion natürlich auch zu Tempelhof gehören, statteten ihren ersten Besuch beim Rocktreff ab. Chorgründer und Dirigent Gerd Hellwig wurde mit seinen Sängerknaben stürmisch gefeiert, vor allem, wenn das Publikum bei bekannten Berliner Gassenhauern mitsingen konnte.
Der Schirmherr der Veranstaltung, Bürgermeister Ekkehard Band, und die mitveranstaltende Jugendstadträtin Angelika Schöttler, versprachen, dass es auch 2004 wieder einen Rocktreff geben werde. An diese Aussage werden die Veranstalter die Politiker rechtzeitig erinnern.
Finanziert werden Spielfest und Rocktreff je zur Hälfte aus Mitteln des Jugendamtes und von Sponsoren. Ein Dank an die Sponsoren, ohne deren Hilfe diese Großveranstaltung nicht möglich wäre. Und deshalb werden sie hier auch namentlich erwähnt: MAN Nutzfahrzeuge AG, BSR, Festzentrum Trabrennbahn Mariendorf, Autohaus Airport Tempelhof, TEPPICH RAUSCH, Berliner Sparkasse und Planet Outlet .
Ohne Tommi, Andie, Buddy, Peter, Ronny, Sven, Matze, Schotte, Basti, Björn, Boris, Ewald, Matze II, Malte, Kim-Alec, Christian, Michaela, Unne, Bine, Dini, Christel, Desi, Bibi, Vera, Cetin, Sandy, Stephan, noch ein Sven, Yves, Bernd, Stephan, Falk, Justus, Christian, Martina, Bianka, Patrick, Moritz, ein weiterer Christian, Jacob, Leo, Andy, Jakob, Lennart, Conny, David und Chris ......(sollte jemand vergessen worden sein, sorry).....würden aber weder Zuwendungsmittel des Jugendamtes noch Sponsorengelder helfen, denn die ehrenamtliche Leistung lässt sich in Euro und Cent nicht errechnen. Drei Tage vor der Veranstaltung und zwei Tage danach sorgen die Jungs und Mädchen dafür, dass sich ein Fußballstadion in eine Konzertarena verwandelt, zwar nicht so aufwendig wie bei Bon Jovi oder den Rolling Stones, jedoch mit dem selben Anspruch auf Professionalität.
Also: nehmen wir Bürgermeister Band und Jugendstadträtin Schöttler beim Wort und schließen mit dem Aufruf: Auf Wiedersehen beim 21. Rocktreff im Volkspark Mariendorf, 2004!
Alle weiteren Informationen über den 20. Rocktreff 2003, Fotos und Berichte, sowie über die Planungen für 2004 unter
www.rocktreff.de

17-jährige aus Lichtenrade
ist 6.500ste Teilnehmerin

Die 17-järhige Alina Bähr ist die 6.500ste Teilnehmerin an den seit 1979 durchgeführten Reiseprojekten der beiden gemeinnützigen Vereine Paper Press e.V. und CPYE e.V. Fast 300 Reisen fanden in den letzten 25 Jahren statt, darunter Jugendbegegnungsreisen nach Norwegen und in die USA, Seminar- und Ferienfahrten, Besuche von Gedenkstätten in Tschechien und Polen sowie Studienreisen in die USA, nach China und Russland.

Alina Bähr nimmt an der Jugendbegegnungsreise nach New York und Denver, Colorado, in den bevorstehenden Osterferien teil. Als kleine Aufmerksamkeit erhielt sie vom Vorstand des CPYE e.V. 100 Dollar in bar und einen Gutschein über 50 Euro vom Reisebüro Ehlert in Schöneberg, das seit fast 20 Jahren die Reisen der Vereine arrangiert.

Alina hat sich natürlich über die zusätzliche Taschengeldspende sehr gefreut. Beim Shopping in den USA wird ihr sicherlich etwas Passendes auffallen, wofür sie das Geld verwenden kann. Mit der Verständigung wird Alina in ihrer Gastfamilie in Colorado keine Probleme haben. Sie besucht eine bilinguale Schule, auf der über Politik, Geographie und Geschichte in Englisch diskutiert wird. In den USA war die 17-jährige noch nicht, dafür aber in Australien, Frankreich und Groß Britannien. Sie kann sich vorstellen, eines Tages sogar in Australien zu studieren. Mit ihren Eltern und jüngeren Bruder Alex lebt sie in Lichtenrade, das viele ohnehin für den schönsten Ortsteil des Großbezirks Tempelhof-Schöneberg halten.

Von Colorado, wo sie in den Osterferien zehn Tage bei einer Gastfamilie wohnen wird, weiß sie schon einiges. Eine Freundin war für ein Jahr im Rocky Mountains-Staat und schwärmte ihr vor, wie schön es dort sei. In ihrer Freizeit geht sie gerne tanzen, liest Bücher und schaut sich Filme an. Zusammen mit zwölf anderen Jugendlichen aus Berlin, den zwei Gruppenleitern von CPYE sowie zwei Vorstandsmitgliedern wird sie in wenigen Wochen ein Land kennen lernen, das immer noch zu den spannendsten Reisezielen in dieser Welt gehört.

Die CPYE-Gruppe, die in den Osterferien nach New York und Denver, Colorado, reist mit ihren Begleitern und den Vorstandsmitgliedern des Vereins.

Rocktreff und Spielfest 2005
Vereinbarung unterzeichnet

Die Vorbereitungen für den Rocktreff 2005 begannen schon im September vorigen Jahres, unmittelbar nach der Geburtstagsparty zum 20-jährigen Jubiläum eines der größten Amateurbandfestivals in Berlin. Sicherheit, dass die Veranstaltung auch wirklich durchgeführt werden kann, erlangt man allerdings erst, wenn die Vereinbarung zwischen den Beteiligten der Trägergemeinschaft unterschrieben worden ist. Am 16. Februar war es so weit. Jugendstadträtin Angelika Schöttler (SPD) für das Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg, Bernd Puhlmann für den gemeinnützigen Verein CPYE e.V., Tommi Müller von der Rock-Ini der Evangelischen Jugend Tempelhof und Veranstaltungskoordinator Ed Koch trafen sich in der historischen Bibliothek des Rathauses Schöneberg zur feierlichen Zeremonie.

Auf neun Seiten, verbunden mit einer Ringheftung, steht alles, was für das Spielfest und den Rocktreff zu beachten ist. Vor allem natürlich der Termin. Wegen des bereits im Mai liegenden Pfingstfestes, wenn noch Spiele im Fußballstadion des Volksparks Mariendorf stattfinden, wird das große Familienfest diesmal nicht wie in den letzten Jahren über das Pfingstwochenende stattfinden können. Da man sich aber an eine Drei-Tage-Veranstaltung inzwischen gewöhnt hat, geht es bereits am Freitag los, und zwar am 10. Juni 2005. Von 18 bis 22 Uhr spielen die ersten Bands und leiten ein Konzertwochenende ein, an dem wieder etwa 20 Gruppen ihr musikalisches Können zeigen werden. Wie wir aus den letzten Jahren wissen, auf hohem Niveau. Am Samstag, dem 11. Juni und Sonntag, dem 12. Juni 2005 beginnt das Rocken auf der Bühne um jeweils 17 Uhr und endet um 22 Uhr. An den beiden Wochenendtagen lädt das Spielfest bereits ab 11 Uhr in das Stadion ein. Das Fest für die ganze Familie mit bunten Ständen und einem ebensolchen Programm dauert noch an, wenn der Rocktreff schon begonnen hat. Viele Spielmöglichkeiten warten auf die Kids, während sich die Eltern bei Kaffee und Kuchen und hoffentlich sonnigem Wetter entspannen können. Im letzten Jahr schien an allen drei Tagen die Sonne und über 20.000 Menschen, nicht nur aus Tempelhof und Schöneberg fanden den Weg nach Mariendorf.

In der Vereinbarung, die jetzt unterzeichnet wurde, steht auch, welche Aufgaben die drei Träger zu leisten haben. So ist das Jugendamt für den ganzen behördlichen Teil zuständig. Auch eine Behörde muss sich von einer anderen Behörde beispielsweise genehmigen lassen, eine Veranstaltung unter freiem Himmel durchführen zu wollen. Die Polizei muss informiert werden, die GEMA will ihre Gebühren haben, der unvermeidliche Müll muss beseitigt werden und auf den „Örtlichkeiten“ muss jemand darauf achten, dass das Toilettenpapier nicht ausgeht. Dass dies alles funktioniert, dafür hat Jugendstadträtin Angelika Schöttler auch in diesem Jahr wieder Ed Koch, den Leiter des Tempelhofer Forums, engagiert, der darüber hinaus für die Gesamtkoordination der Veranstaltung verantwortlich ist.

Der CPYE e.V., ein Verein, der sich im Wesentlichen mit Jugendbegegnungsreisen beschäftigt, aber als freier Träger im Bezirk tätig ist, hat es 1998 übernommen, die Zuwendungsmittel zu verwalten und die Werbemaßnahmen zu organisieren. Dafür ist der Vorsitzende des Vereins, Bernd Puhlmann, als gelernter Handelsfachwirt und Großhandelskaufmann genau der richtige. 9.200 Euro Zuwendung, so steht es in der Vereinbarung, zahlt das Jugendamt aufgrund eines Beschlusses des Jugendhilfeausschusses und der Bezirksverordnetenversammlung auch in diesem Jahr. Die Zuwendung ist seit Jahren gleich hoch, nicht aber die Kosten, die sind teilweise erheblich gestiegen. Spielfest und Rocktreff kosten mehr als das Doppelte von der Zuwendungshöhe. Dieses Geld kommt von Sponsoren, um die sich der Sponsoringbeauftragte des Jugendamtes Fred Tille und der CPYE e.V. kümmern. Nach jetzigem Stand sieht es recht gut aus mit dem Engagement der Sponsoren. Hauptsponsor ist wieder Henry Arzigs catering company, die für ihre Unterstützung der Veranstaltung im Gegenzug für den Verkauf von Speisen und Getränken sorgt.

All dies wäre aber nichts ohne den dritten Träger des Großprojektes, nämlich Tommi Müllers Rock-Ini. Diese ist für die gesamte Technik wie Licht, Strom und Bühne zuständig. 40 Ehren-amtliche sind einschließlich der drei Tage Veranstaltungszeit eine Woche mit dem Auf- und Abbau beschäftigt. Den Wert dieser Arbeit kann man in Euro und Cent überhaupt nicht messen. Während sich Rock-Ini-Aktivist Buddy gegenwärtig um die Gestaltung des Plaka-tes und des Programmheftes am Computer Gedanken macht, Tommi, Peter, Christian, Akü, Sven und Matze Fragen des Lichtes, Ton und des Bühnenablaufs stundenlang debattieren, sichten Andie und Katharina die täglich eingehenden Bandbewerbungen. Fast 100 interessierte Bands, die alle kostenlos auftreten möchten, haben sich schon gemeldet. Am 31. März ist Anmeldeschluss. An der Moderation, den verbindenden Worten zwischen den einzelnen Bandauftritten, arbeiten Tommi Müller und Andie Kraft erst kurz vor der Show. Das meiste fällt ihnen ohnehin spontan ein.

Dreieinhalb Monate Vorbereitung stehen jetzt noch auf dem Plan und dann geht's wieder los, im Fußballstadion des Volksparks Mariendorf, zum 22. Rocktreff aller Zeiten. getreu dem alten Motto: It's only Rock'n'Roll, but we like it…..

Ständig aktualisiert wird die Internetpräsentation der Rock-Ini:

www.rocktreff.de


300 Minuten Musik + 150 Gäste = 2.200 Euro für die Flutopfer

Am Samstag, dem 15. Januar 2005 hatte die Rock-Ini Tempelhof, die Jungen Erwachsenen und befreundete Bands ein Benefizkonzert organisiert. Pünktlich um 20 Uhr eröffnete Schirm-herrin Angelika Schöttler, Jugendstadträtin von Tempelhof-Schöneberg, die Veranstaltung ge-meinsam mit den Rocktreff-Moderatoren Tommi Müller und Andie Kraft.

Und das Line-up des Abends konnte sich sehen lassen:
- Lebzeit
- Besser als schlechter
- The Springs
- Shapeshifter
- LTP

Alle Bands traten ohne Gage auf und begeisterten mit insgesamt 300 Minuten Rock´n Roll die rund 150 Gäste im Keller des Gemeindehauses in der Mariendorfer Friedenstraße. Die gesamte Veranstaltung wurde ehrenamtlich durchgeführt, damit jeder Cent der Einnahmen den Flutop-fern zur Verfügung gestellt werden kann.

Neben den Eintrittsgeldern wurden auch die Einnahmen aus Getränken sowie direkte Spenden gesammelt. Sogar ein während des Gigs gerissenes Snare-Fell der Band „The Springs“ wurde kurzerhand von allen Bands signiert und versteigert. Insgesamt konnten somit 2.110,24 Euro erreicht werden, die durch eine spontane Unterstützung des Jugendpolitischen Pressedienstes Paper Press auf nunmehr 2.200 Euro aufgerundet wurden.

Das Geld wird der Diakonischen Katastrophenhilfe überwiesen.

 

USA 2005

New York City und
Ken-Caryl/Denver, Colorado, USA
Ostern 2005


Die Osterferien sind 2005 recht kurz, nämlich nur von Mittwoch, dem 23. März bis einschließlich Freitag, dem 1. April. Damit sich die Reise in die USA lohnt, wollen wir bereits am Samstag, dem 19. März starten und am 2. April 2005 die Rückreise antreten (Ankunft wieder in Berlin am 3.4.2005), d.h., dass sich die Teilnehmer/innen um eine Schulbefreiung für die Tage 21.und 22. März 2005 kümmern müssten.

Unsere Reise nach New York City und Denver, Colorado, beginnt am 19. März 2005 mit einem viertägigen Aufenthalt in New York City, nicht nur eine der interessantesten Städte der USA, sondern weltweit. Nachdem wir in New York ein weitgehend touristisches Programm erlebt ha-ben, fliegen wir weiter nach Ken Caryl, einem Vorort von Denver und wohnen dort bei sehr gastfreundlichen Familien. Seit 1992 reisen wir jedes Jahr in den Osterferien nach Ken-Caryl und haben inzwischen eine herzliche Freundschaft zu den Bürgern der Stadt begründet. Ken-Caryl liegt am Fuße der Rocky Mountains, mit dem Auto etwa 20 Minuten von der Innenstadt von Denver entfernt. Denver ist die Hauptstadt des Bundesstaates Colorado. Eine aufstrebende Stadt mit Charme. Wir werden natürlich einige Male in Denver sein.

12 Jugendliche im Alter zwischen 14 und 21 Jahren können an der Reise teilnehmen (aus Berlin und Brandenburg). In New York und Colorado werden wir tagsüber Ausflüge unternehmen (natürlich oft in die Rockies), Besuche und Besichtigungen durchführen, kurzum alles kennen lernen, was interessant ist. Natürlich wird das Shoppen, eine der schönsten Nebensachen in den USA, nicht zu kurz kommen. Die Abende und Wochenenden, vor allem das Osterfest, gehören den Gastfamilien.

Die Reise wird begleitet von zwei ehrenamtlichen Projektleitern unseres Vereins. Diese lernt Ihr bereits auf den Vorbereitungstreffen kennen, die dazu dienen, organisatorische und inhaltliche Fragen zu besprechen. Und natürlich soll sich die Gruppe vorher kennen lernen. Die Termin der Vorbereitungstreffen: jeweils um 19.00 Uhr, Dienstag, 11. Januar 2005 (mit Eltern), Dienstag, 1. Februar, 22. Februar und 15. März 2005 im Tempelhofer Forum, Gottlieb-Dunkel-Straße 26, 12099 Berlin-Tempelhof, Bus 177 (Station Ullsteinstraße) der Bus fährt ab U-Bahnhof Alt-Mariendorf, Linie 6.

Im Teilnehmereigenbeitrag von ca. 1.500 € (vorbehaltlich einer Förderung durch das Land Berlin) sind die Flüge Berlin-New York-Denver-Berlin, die Aufenthaltskosten, Verpflegung in der Gastfamilie, Programmkosten vor Ort und bei den Ausflügen sowie Übernachtungen in New York, die Projektleitung sowie die Vor- und Nachbereitungstreffen enthalten. Nicht enthalten sind die Verpflegungskosten unterwegs bei den Ausflügen und in New York.

Englischkenntnisse sind Voraussetzung für die Teilnahme an der Reise. Es muss gewährleistet sein, dass sich die Teilnehmer/innen mit ihren Gastfamilien verständigen können.

Who the fuck is Tommi?

20 Jahre Rocktreff: Die Party

Am 15. September 1984, das war ein Samstag, fand der erste Rocktreff im Volkspark Mariendorf statt (s.u.). Auf den Tag genau 20 Jahre später lud die Rock-Ini zur Geburtstagsparty in den ehrwürdigen Goldenen Saal des Rathauses Schöneberg ein.

Rock-Ini Präsi Tommi Müller stellt den harten Kern der Rocktreff-Macher vor: : Andie Kraft, Andreas Küttner, Christian Vogel, Sven Perschmann, Matze Schultze, Patrick von Budberg und Peter Schoppe.

Begrüßung durch den Schirmherrn der Veranstaltung, Bezirksverordnetenvorsteher Rainer Kotecki. Ihm war es gelungen, die am selben Tage stattfindende BVV-Sitzung so rechtzeitig zu beenden, dass alle eingeladenen Mitglieder der Fraktionen pünktlich zur Party erscheinen konnten. Die Fraktionen von CDU, SPD, Bündnisgrünen und FDP kamen mit ihren jeweiligen Fraktionsvorsitzenden.

Auch Bezirksbürgermeister Ekkehard Band war in sichtlich guter Laune unter den Gästen. Rechts neben ihm Jugendstadträtin Angelika Schöttler, nicht nur Schirmdame der Party, sondern auch qua Amt Veranstalterin des Rocktreffs und des gleichzeitig stattfindenden Spielfestes im Fußballstadion des Volksparks Mariendorf.

Besonders herzlich werden bei Anlässen wie diesen die Sponsoren begrüßt. Tommi Müller bedankte sich beim Chef der Catering-Company, Henry Arzig, für das Büffet. Die Catering-Company ist seit diesem Jahr Partner und Sponsor des Rocktreffs.

Die Grundlage durch gutes Essen ist bei jeder Party wichtig. Aber ohne Getränke ist das ein sehr trockenes Vergnügen. Wolfgang Paulo, st. FDP-Fraktionsvorsitzender, beteiligte sich an den Kosten für die flüssige Nahrung. BVV-Vorsteher Rainer Kotecki spendierte ein Fass Bier, Gemeindepfarrer „Beppo“ Brehm, in dessen Keller die Rock-Ini ihr Domizil hat, ließ sich auch ebenso wenig lumpen wie die Fraktionen von CDU, SPD und Grünen.

Mit Helmut Riedel von der Firma Radio Möller am Mariendorfer Damm verbindet sich eine besonders schöne Geschichte. Er spielte in der Band „Return“ beim ersten Rocktreff 1984 mit. Sein Instrument: Bass. Radio Möller, Roller-Scholz, BSR, Teppich Rausch, Popella Licht- und Tontechnik, die Berliner Sparkasse, Planet Outlet und die Catering Company sind die Sponsoren des Rocktreffs und bringen fast die Hälfte des Gesamtetats für den Rocktreff und das Spielfest auf. Die andere Hälfte steuert das Jugendamt aus Zuwendungsmitteln für freie Träger bei. Und um es korrekt zu beschreiben: das Jugendamt schlägt vor (Das hat Stadträtin Angelika Schöttler bei der Geburtstagsparty versprochen), Jugendhilfeausschuss, Hauptausschuss und letztlich die Bezirksverordnetenversammlung beschließen. Die Hoffnung, dass dies für den Haushaltsplan 2005 gelingen wird, ist nicht ganz unbegründet.

Drei Fans des Rocktreffs: BVV-Vorsteher Rainer Kotecki, CDU-Fraktionsvorsitzender Reinhard Pospieszinsky und Bildungsstadtrat Dieter Hapel, der gelegentlich mit Tommi Müller und Andie Kraft als Blues Brother beim Rocktreff auftritt.

Männer der ersten Stunde sind Udo Keil, er gab als Jugendstadtrat 1984 grünes Licht für den ersten Rocktreff, Klaus Antoch, der als Mitarbeiter der Jugendförderung erster Veranstaltungskoordinator war, und Fred Tille, der dieses Amt später übernahm.

1997 übernahm die Koordinatorentätigkeit Ed Koch, der dieses Amt bis heute innehat. Nach Udo Keil übernahm Jugendstadtrat Dietrich Schippel die Zuständigkeit für den Rocktreff. In seiner Amtszeit kam der Rocktreff nach jahrlangem Aufenthalt im Hockeystadion und zwei Jahren auf dem Gelände der ehemaligen Carl-Zeiss-Schule in Lichtenrade wieder zurück ins Fußballstadion des Volksparks Mariendorf. Die Begrüßung 2000 am alten Standort machte aber schon Schippels Nachfolger Klaus-Ulrich Reipert.

Aus polizeilicher Sicht, so Party-Gast Bernd-Michael Miosga, Leiter des Polizei-abschnitts 44, ist der Rocktreff eine Veranstaltung mit keinen besonderen Vorkommnissen. Wäre schön, wenn der Rocktreff auch die kommenden Jahre in dieser Hinsicht wenigstens unauffällig bliebe.

Weitere Party Gäste waren Klaus Antochund der Tempelhofer CDU-Bundestagsabgeordneten Peter Rzepka. Das Bezirksamtskollegium war auch durch Stadträtin Dr. Elisabeth Ziemer und Bernd Krömer vertreten.

Mit einem hatte Tommi Müller bei der Party nun überhaupt nicht gerechnet, nämlich dass er selbst singend zum Mikrophon greifen musste. Für ihn aber kein Problem, schließlich hat er früher selbst in verschiedenen Bands – auch beim Rocktreff – gespielt. Eine Formation aus zwei Bands, die einige Male beim Rocktreff auftraten, LTP und die Shape Shifters, die sich hier Rock Allianz nennen, spielten nicht nur gemeinsam mit Tommi Müller, sondern widmeten ihm und dem Rocktreff eine Hymne nach der Musik von „Tür an Tür mit Alice“, im Original von den Smokys und in der deutschen Version mit Howard Carpendale. Den Text wollen wir Ihnen, verehrte Leserinnen und Leser natürlich nicht vorenthalten. Damit es aber keinen politischen Ärger gibt, nur so viel zur Erklärung: Natürlich stöhnt eine BVV nicht rum und palavert erst recht nicht, und „haushaltsfremde Mittel“ hat Dietrich Schippel auch nicht hervorgezaubert, er hat allerdings die Verlagerung der Mittel in den Bereich Zuwendungen an freie Träger vorgenommen, was den Rocktreff vor dem Aus schon im Jahre 1998 bewahrte. Alles andere an dem Song ist eben künstlerische Freiheit.

Apropos Freiheit: Die etwa 120 Gäste im Saal, darunter vor allem auch die ehren-amtlichen Helfer des Rocktreffs, ließen es sich nicht nehmen, den beim Originalsong später hinzugefügten Refrain, der immer nach „Alice“ einsetzte, in ein lautes „Tom-mi? Who the fuck is Tommi?“ umzuwandeln. Der Goldene Saal, in dem in früheren Jahren die Senatssitzungen stattfanden, hat so viel Stimmung in der 90-jährigen Geschichte des Rathauses Schöneberg noch nicht erlebt.

19 – 84 war das allererste Mal

Im Volkspark wurde abgerockt –

es war phänomenal

Oh, das war der erste Rocktreff

Weißt Du noch Tommi?

Ohne Zelte, ohne Backstage,

Wir saßen einfach auf dem Gras,

Es gab vieles zu verbessern,

doch alle hatten mächtig Spaß

Es wurde ein Riesenerfolg, das war klar,

Denn auch Tommi war da

Tommi? – (na Sie wissen schon)

Chorus:

Und jedes Jahr aufs Neue gab es Ärger um das Geld

Die BVV, die stöhnte rum,

als koste es die Welt

Doch wir brauchten finanzielle Unterstützung für den Rocktreff mit Tommi

Die Veranstaltung wuchs und der Fankreis wuchs mit

Es kamen Bands aus ganz Europa,

ich glaub' auch aus Madrid

International bekannt ist er,

der Rocktreff mit Tommi

Und jedes Jahr verbessert wurde Bühne,

Sound und Licht

Einen vergleichbaren Event gibt

es meines Wissens nicht

BREAK:

20 Jahre ehrenamtlich Rock'n Roll pur

Das gibt's in Tempelhof nur

Chorus:

Und über viele Jahre gab es Ärger um das Geld

Jugendstadtrat Schippel

Du bist unser Held

Denn dank Dir gibt es haushaltsfremde Mittel für den Rocktreff mit Tommi

Die Zukunft scheint gesichert,

aber warten wir mal ab

Denn die öffentliche Kasse ist ja

mehr als knapp

Doch wir brauchen finanzielle Unterstützung für den Rocktreff mit Tommi

Chorus:

Ich weiß, es klingt verrückt, doch dieser Typ, der ist genial

Gleich singt er Makin' Money und danach vielleicht noch mal

Und dann freuen wir uns zusammen über 20 Jahre Rocktreff mit Tommi

Wir erheben unser Glas und dann nehmen wir nen Schluck

Die Damen und Herren Politiker geben sich nen Ruck

Und gewährleisten Kontinuität für den Rocktreff mit Tommi

Und wir trinken auf die nächsten 20 Rocktreffs mit Thomas Müller…

Mehr kann man nicht wünschen. Und nur noch einmal hoffen, dass die vielen Ehrenamtlichen bei der Stange bleiben. Und für die letzten Jahre danke an:

Sabine Binte, Markus Binte, Patrick von Budberg, Katharina Chmielecki, Harun Demiragli, Christian Dignatz, Claudia Dombrowski, Alexander Fackler, Sven Forner, Stephan Gändrich, Malte Groth, Hendrik van Ham, Dirk und Rolf Höring, Leo Kahan, Michaela Kohn, Mathias Kraft, Andie Kraft, Nadine Krügel, Andreas Kütt-ner, Boris Meier, Andreas Müer, Björn Müller, Tommi Müller, Ralf Nagel (Shorty & Co.), Sebastian Rudolph, Christel und Kim Schau, Peter Schoppe, Matze Schultze, Wolfgang Schwarz, Bianca Stiels, Bernd Strützke, Klaus Theurer, Unne, Christian Vogel und Ronny Werner. (Sorry, falls jemand vergessen wurde).

Eine Dankeschön darf nicht vergessen werden, nämlich an die Mitglieder der Band „Die GmbH“, die GmbH ist die Gründungsband des Rocktreffs. Thomas Wolf kam auf den Namen, der im Laufe der 20 Jahre zum Markenzeichen wurde.

Auszeichnung für Tommi Müller

Tommi Müller, Rock-Ini-Präsi, und seit 20 Jahren Seele und Motor der Erfolgsveranstaltung Rocktreff, erhielt am 15. August 2004 eine besondere Anerkennung für seine Arbeit. Der Vorsteher der Bezirksverordnetenversammlung von Tempelhof-Schöneberg, Rainer Kotecki, überreichte ihm die Verdienstmedaille des Bezirks. Diese Auszeichnung kommt einem Jubiläumsgeschenk für die ganze Rock-Ini gleich, denn am 15. September 1984 fand der erste Rocktreff im Fußballstadion des Volksparks Mariendorf statt. Inzwischen gab es 21 Rocktreffs.

Die Story:

It's only Rock'n'Roll…… 20 Jahre Rocktreff

Es war einmal in Tempelhof. 1984 war Tempelhof auf dem Weg aus der Kulturwüste, wie man diesen Bezirk spöttisch nannte, ein gutes Stück vorangekommen. Die ufa-fabrik war gerade fünf Jahre alt und entwickelte sich zum Internationalen Kulturzentrum.

Ein Jahr zuvor, 1983, gründeten ein paar Jugendliche, die gern Musik machten, die Rock-Ini. Diese Initiative entstand im Jugendzentrum der Evangelischen Kirche Albrechtstraße, das heutige Café Albrecht. Die Tempelhofer Rocktage erblickten das Licht der Welt. Bei dieser zweitägigen Veranstaltung spielten die jungen Bands ihren Rock'n'Roll, den sie so liebten. Die Rocktage gibt es heute noch, besser gesagt, heute wieder, denn zwischendurch gab es eine Pause. Keine Pause entstand in den Köpfen der Musiker. Besonders aktiv war die Band die „GMBH“. Michael Abu-Dakn, Mitglied der „GMBH“, machte sich auf den Weg zum damaligen Jugendstadtrat Udo Keil (CDU) und versuchte, ihm die Idee einer Open-Air-Veranstaltung schmackhaft zu machen. Er rannte bei Keil offene Türen ein. Keil übertrug die Veranstaltungskoordination für das Jugendamt dem Sozialpädagogen Klaus Antoch, der sich alsbald mit den Rock-Ini Leuten, zu denen von der ersten Stunde an auch ein Musiker namens Tommi Müller gehörte, zusammensetzte. Am 15. September 1984 fand der erste Rocktreff im alten Fußballstadion des Volksparks Mariendorf statt.

Klaus Antoch erinnert sich an die vielen organisatorischen Probleme, die man anfangs hatte. Nicht nur das, es stand auch wenig Geld zur Verfügung. Tommi Müller, der beim ersten Rocktreff vornehmlich Kabel schleppte und verlegte, berichtet von der Bühne, die blau-weiß angestrichen war. „Die Bühne stellten uns die Amis zur Verfügung“, so Tommi Müller, „und das THW baute alles auf. Nicht zu vergleichen mit dem, was heute an Technik im Stadion steht.“

Schon nach drei Jahren war erst einmal Schluss im Fußballstadion, weil ein Tribünenhaus gebaut werden sollte. Man wich auf den benachbarten Hockeyplatz aus, der Spielstätte bis 1997 bleiben sollte. Inzwischen führte das Jugendamt auch ein Spielfest durch. Markenzeichen: Templi, ein kleiner Kreuzritter, der heute noch auf den Plakaten zu sehen ist. 1996 fand der Rocktreff, wie in allen Jahren zuvor, an einem Samstag statt, und einen Tag später das Spielfest. Die Jungs von der Rock-Ini und der damals neue Jugendstadtrat Dietrich Schippel (CDU) hatten die Idee, Spielfest und Rocktreff zu einer Veranstaltung zu verschmelzen. Vorteil für beide Feste: zwei Tage! So gab es 1997 erstmals Samstag und Sonntag von 14 bis 18 Uhr das Spielfest und danach bis 22 Uhr den Rocktreff.

Der Rock-Ini stand über die Jahre hinweg nicht nur der Jugendstadtrat treu zur Seite, sondern jeweils auch ein Koordinator des Jugendamtes. Nach Klaus Antoch, der die ersten Jahre zuständig war, übernahm Fred Tille diese Aufgabe, gefolgt von Michael Heß. Als Michael Heß 1996 den Job aufgab, entstand zuerst ein Vakuum, das fast zur Einstellung der Veranstaltung geführt hätte. Jugendstadtrat Dietrich Schippel, erst seit wenigen Monaten im Amt, hatte sich schon fast von einigen aus dem Jugendamt selbst kommenden Kritikern der Veranstaltung überzeugen lassen, keine Mittel mehr zur Verfügung zu stellen. Die Befürworter hatten letztlich aber die besseren Argumente und Schippel lenkte ein. Er selbst hat sich damit eine der größten Freuden seiner Amtszeit beschert. Er war letztlich vom Spielfest und Rocktreff so angetan, dass jeder dachte, Dietrich Schippel habe sie erfunden. Schippel hatte auch einen neuen Koordinator parat, nämlich den Leiter des Jugendfreizeitheims Mariendorf, Ed Koch. „Das geht mit den beiden nie gut“, prophezeiten politische Kenner der Tempelhofer Szene. Koch war als Linker verschrien, der in „seiner“ Publikation „PAPER PRESS“ den Rechtskonservativen CDU-Mann Schippel in früheren Jahren dann und wann aufs Korn genommen hatte. Aber, wie das manchmal so im Leben ist, gerade die beiden haben sich wunderbar verstanden und gemeinsam mit Tommi Müller und den Rock-Ini Leuten viele erfolgreiche Veranstaltungen organisiert.

Nach dem fulminanten Start des Doppelpacks Spielfest und Rocktreff 1997, gab es einen Schock. Das Hockeyfeld sollte einen Kunstrasen erhalten. Auf diesem dürfte dann keine Veranstaltung, außer Hockeyspielen, mehr stattfinden. So geschah es, der Kunstrasen wurde verlegt. Nach langen Überlegungen bot der damalige Schulstadtrat Ekkehard Band (SPD) das Gelände, auf dem die Carl-Zeiss-Schule gestanden hatte, an. Lichtenrader Damm Ecke Barnetstraße. Eigentlich verkehrsgünstig gut gelegen, dazu in dichter Wohnbebauung. 1998 fand der Rocktreff allein in Lichtenrade statt und das Spielfest gab ein Gastspiel beim 50sten Jahrestag des Beginns der Luftbrücke auf dem Flughafen Tempelhof. 1999 waren Spielfest und Rocktreff wieder vereint und zum zweiten Mal in Lichtenrade. Lichtenrade war leider ein Flop. Der Platz war ein hässlicher Acker, die Besucherzahlen hielten sich in Grenzen.

Jugendstadtrat Schippel wurde bekniet, ein anderes Gelände zu suchen. Warum eigentlich nicht „Back to the Roots“? Im Fußballstadion stand inzwischen seit vielen Jahren das Tribünenhaus. Tommi Müller: „Ich werde nie vergessen, wie wir mit einer kompletten Lautsprecheranlage, die auf einen Wagen moniert war, alle Seiten des Stadions ausprobierten, um herauszufinden, wo am besten die Bühne stehen könnte“. Stadtrat Schippel und Sportamtsleiter Kiehl begutachteten jede Position, bis man sich für die entschied, wo noch heute Jahr für Jahr die Bühne steht.

2000 kehrte der Rocktreff wieder an den Platz zurück, wo 1984 alles begann. Tommi Müller spielte damals in der Band „Tumbling Dice”, angelehnt an einen Titel der Rolling Stones. Später trat er mit seiner Band „Riff“ auf und Anfang der 90er Jahre entstand „Maddox“, die 1993 auch zum 10. Rocktreff spielte. „Maddox“ tritt heute noch auf, wenn die Rock-Ini ihre Rocktreff-Dankeschönparty für die Helfer im Keller des Gemeindehauses Friedenstraße feiert. Neben Tommi Müller sind Ronny Werner und Peter Schoppe „alte“ „Maddox“-Musiker, die den Rocktreff über die Jahre hinweg am Leben erhalten haben. Tommi Müller ist nicht nur ein exzellenter Musiker, sondern besitzt noch eine andere, für den Rocktreff sehr wichtige, Fähigkeit: er ist gelernter Gerüstbauer, „mit Pass!“, betont er gern. Der Bühnenaufbau ist Tommi Müllers Spezialgebiet.

Inzwischen gibt es in der Rock-Ini mehr Techniker als Musiker, so zum Beispiel Patrick von Budberg (Buddy), der seit dem 8. Rocktreff 1991 dabei ist. Er ist für die Finanzen der Rock-Ini zuständig. Oder Andie Kraft, seit dem 10. Rocktreff 1993 mit von der Partie und auch beruflich in der Veranstaltungstechnikbranche tätig. Mit Tommi Müller moderiert er seit einigen Jahren den Rocktreff. Oder Urgestein Matze Schultze, der zwischendurch eine Auszeit nahm, sich jetzt aber wieder um den technischen Ablauf auf der Bühne kümmert. Im Jahre 2000 hat auch Sven Perschmann, der beruflich zurzeit die „Blue-Man-Group“ ausleuchtet, seine Leidenschaft für den Rocktreff entdeckt; Andie Kraft, mit dem er zusammenarbeitete, nahm ihn mit. Und auch Andreas Küttner (Akü) ist durch Andie Kraft zum Rocktreff gekommen. Er war in diesem Jahr zum ersten Mal dabei. 2003 lernte Christian Vogel den Rocktreff als Schüler des Oberstufenzentrums KIM (Kommunikations-, Informations- und Medientechnik) kennen. In diesem Jahr absolvierte er seine Prüfung als Fachkraft für Veranstaltungstechnik beim Rocktreff. Resultat: Bestanden. Peter Schoppe am Schlagzeug ist noch einer der wenigen Musiker, sein eigentliches Instrument ist jedoch das Keyboard.

Neben dem harten Kern der Rock-Ini-Leute gehören noch fast 40 weitere Mädels und Jungs dazu, die sich jedes Jahr eine Woche lang mit nichts anderem beschäftigen, als ein Fest für die ganze Familie auf die Beine zu stellen, das zum Tempelhofer Event-Kalender gehört wie die Veranstaltungen der ufa-fabrik, der Kulturlustgarten oder der Bezirksrenntag auf der Trabrennbahn Mariendorf. Die Rock-Ini-Leute mit ihrem „Präsi“ Tommi Müller treffen sich jeden Dienstag in ihrem Gemeindekeller und planen den nächsten Rocktreff, einmal im Monat gemeinsam mit dem Veranstaltungskoordinator des Jugendamtes Ed Koch.

Jugendstadtrat Dietrich Schippel ist es zu verdanken, dass seit 1998 Spielfest und Rocktreff nicht mehr aus dem regulären Haushalt des Amtes Jugendförderung finanziert werden, sondern über Zuwendungen an freie Träger. Das hatte stets den Vorteil, dass die Veranstaltung von den üblichen Haushaltskürzungen und –sperren verschont blieb. In dem nach dem Kinder- und Jugendhilfegesetz anerkannten freien Träger CPYE e.V. (Komitee zur Förderung von Jugendaustauschprojekten) fand Schippel einen kompetenten Partner als Träger der Veranstaltung. Seit dieser Zeit besteht die Trägergemeinschaft aus Jugendamt, Rock-Ini und CPYE e.V. „In aller Bescheidenheit gesagt“, so Bernd Puhlmann, Vorsitzender des CPYE e.V., „eine ideale Verbindung und eine Erfolgsgeschichte dazu“. An dieser Konstruktion änderten auch die Nachfolger von Dietrich Schippel, Klaus-Ulrich Reipert (CDU) und Angelika Schött-ler (SPD), nichts.

Diese „Verbindung“ hat zwischen 2001 und 2003 bei einer Menge weiterer Veranstaltungen im Bezirk Tempelhof-Schöneberg mitgewirkt, so zum Beispiel bei drei Aktionstagen vor den Rathäusern Tempelhof und Schöneberg und vielen weiteren Projekten des Bündnisses für Demokratie und Toleranz gegen Extremismus und Gewalt in Tempelhof-Schöneberg und beim Schöneberger Maifest. Diese Zeit ist allerdings Geschichte. Der für das Bündnis zuständige Bezirksbürgermeister Ekkehard Band (SPD) löste dieses auf, womit Aktionstage und andere Projekte eingestellt wurden. CPYE e.V. und Rock-Ini trennten sich dann ihrerseits vom Bezirksbürgermeister, als dieser nicht bereit war, erforderliche technische Standards bei seinen Veranstaltungen zu gewährleisten. Den Vorschlag, ehrenamtlich für die Technische Leitung bei den Veranstaltungen zu sorgen, lehnte Band ohne Begründung ab.

Apropos ehrenamtlich. Natürlich kriegen die Rock-Ini-Leute kein Geld für ihre Tätigkeit. Sie erfüllen diese tatsächlich nur „just for fun“. Die Knapp 20.000 Euro, die Spielfest und Rocktreff jährlich kosten, fließen allein in die Technik, Ausstattung und Werbung. Die Hälfte des Etats wird aus Sponsoringgeldern akquiriert, die andere Hälfte bewilligte bislang auf Vorschlag des Jugendamtes der Jugendhilfeausschuss. Die Zeichen stehen nicht schlecht, dass das auch für 2005 der Fall sein wird. Rocktreff Nr. 22 steht dann auf dem Programm, gleiche Welle, gleiche Stelle……

….und seit wenigen Tagen steht auch der Termin für 2005 fest. Diesmal nicht über Pfingsten, weil Mitte Mai noch Spiele im Fußballstadion stattfinden. Erst 2006, wenn Pfingsten auf das erste Juni-Wochenende fällt, ist ein Pfingstgottesdienst im Rahmen des Rocktreffs wieder möglich.

USA 2004 Freundschaft trotz Krise

Vor Ort sieht immer alles anders aus, als im Fernsehen. Auf den Irak-Krieg bezogen wollen wir diesen Gedankengang lieber nicht weiterführen. Was jedoch die freundschaftlichen Bindungen zu den Menschen in den Vereinigten Staaten betrifft, lohnt immer wieder ein Besuch in der Neuen Welt. Seit knapp 20 Jahren führt das Komitee zur Förderung von Jugendaustauschprojekten e.V. – CPYE – deshalb unermüdlich Reisen mit Jugendlichen in die USA durch. Nummer 34 seit 1985 brachte zu Ostern 15 Jugendliche aus Berlin nach San Francisco und Denver Colorado.

Die Jugendlichen, die heute mit CPYE in die USA reisen, haben die Wiedervereinigung Berlins bestenfalls im Unterbewusstsein erlebt. Sie wuchsen in eine Stadt des Umbruchs hinein. Auf der Westseite die unverkennbare amerikanische Orientierung und auf der Ostseite der sehnsüchtige Blick gen Westen und das Abstreifen einer Staatsform, die sich selbst überlebt hatte.

Kurzum, eine Reise in die USA stand stets bei allen Kids, egal in welcher Himmelsrichtung ansässig, auf dem Wunschzettel ganz oben. In den Auswertungsbogen schrieb ein 16-jähriger Jugendlicher, der in diesem Jahr mit dabei war, „darauf habe ich mich schon mein ganzes Leben lang gefreut“. Mythos USA. Weder Vietnam, noch Irak-Krieg, noch so viele andere Vorgänge, die kritisch zu würdigen wären, haben daran etwas verändert. Es gibt viele Menschen, die würden nie in die USA reisen wollen, schon allein, weil es dort Bratkartoffeln zum Frühstück gibt. Bei ebenso vielen reichte ein Besuch fürs Leben aus. Und dann gibt es eben die große Fangemeinde, die sich von fast gar nichts abschrecken lässt, immer wieder dorthin zu wollen.

Vor der kurvenreichsten Straße der Welt, der Lombard Street in San Francisco, versammeln sich die Kids aus Berlin zum Beweisfoto, 9.000 km von zu Hause entfernt gewesen zu sein. Und eine der schönsten Hängebrücken der Welt, die Golden Gate Bridge, darf natürlich als Motiv auch nicht im Fotoalbum fehlen.

San Francisco, eine der schönsten Städte der Welt, am Golden Gate zum Pacific gelegen. Die Cable Car quietscht, mehr als Touristenattraktion, denn als unentbehrliches Verkehrsmittel, die steilen Straßen hoch und runter. Ja, es macht Spaß, gerade hier seinen Osterurlaub zu verbringen. Die Jugendlichen aus Berlin genossen die vier Tage in der kalifornischen Metropole, bevor es nach Denver, der Hauptstadt Colorados ging, wo viele nette Familien auf ihre Gäste aus Berlin warteten. Schon am Flughafen von Denver, einem gigantischen Areal, in dessen Einganshalle fast unser kompletter Flughafen Tegel passen würde, wurden die deutschen Gäste herzlich begrüßt, kein böses Wort darüber, dass wir immer noch nicht am Irak-Krieg teilnehmen. Das Dach des Flughafengebäudes ist den Rocky Mountains nachempfunden.

Es gibt viele kritische und noch mehr nachdenkliche Menschen in den USA, was den Irak-Krieg anbelangt. Die große Gegenwehr, so wie beim Vietnam-Krieg, hat noch nicht eingesetzt. Die Schmerzgrenze scheint für die Amerikaner noch nicht er-reicht zu sein, und noch ist es nicht sicher, dass es im November einen Wechsel im Weißen Haus geben wird. So wenig präsent ist der Gegenkandidat von George W. Bush, zu unklar seine Alternativen. Was den Kriegsgrund anbelangt, hat die Regierung das Volk belogen. Bei uns wäre wenigstens der Verteidigungsminister zurückgetreten, in den USA nimmt man das weitestgehend hin. Auch dass George Bush die Staatsverschuldung in schwindelerregende Höhen getrieben hat, regt offenbar nur wenige auf. All diese Themen spielten in den Gesprächen zwischen den Jugendlichen aus Berlin und ihren amerikanischen Gastgebern keine große Rolle.

Auch der Empfang im Rathaus der Stadt Denver durch die stellvertretende Bürgermeisterin Cheryl Cohen-Vader verlief unpolitisch. Zwischen Frankfurt und Denver besteht eine Lufthansa Non-Stop-Verbindung, ein Umstand, den man in Colorados Hauptstadt schätzt und immer wieder auf die dadurch besonders guten Beziehungen zu Deutschland verweist. Rechts neben der Vize-Bürgermeisterin die Tourismuschefin von Denver Jayne Buck, die kurz zuvor die ITB in Berlin besuchte. Eingerahmt werden die beiden Damen von dem CPYE-Vorsitzenden Chris Landmann und den Projektleitern Andie Kraft und Regina Körper. Als besonderes Geschenk für Mrs. Cohen-Vader gab es ein eingerahmtes Foto von Berlins Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit, mit Widmung versteht sich.

Noch eine wichtige Frau, wenn nicht für das Programm die wichtigste überhaupt: Chefgastmutter Nancy Brooks mit Enkelin Morgan. Sie organisiert die Familien und hilft beim Programm. Sie ist sozusagen die Seele vom Geschäft. Ihr und den anderen amerikanischen Gastgebern ist es zu verdanken, dass das Bild, das die Jugendlichen von ihrem Amerikabesuch gewannen, ein durchweg positives ist. Ein Land mit so liebenswürdigen Menschen, kann nicht schlecht sein. Die gut zwei Wochen vergingen viel zu schnell und die Heimreise stand früher als gewünscht im Plan. Aber: nach der Reise, ist bekanntlich vor der Reise.